Hirtenfeld's Oesterreichischer Militär-Kalender 1856 (Wien, 1856)

Oesterreichs Krieger Von Eduard Ne ina, k. k. Hauptmann. In ernster, schweigsam düstrer Feier lag Es auf Jtalias reizdurchwobnen Fluren; Da trübt ein Sturmgewölk den hellen Tag Und Ahnung füllt die wachenden Naturen! Zur Waffe schleicht die kampfenttröhnte Faust — Man rufet sich, des Ausgangs harrend, näher — Erwartung steigt bedeutsam immer höher — Wohlan! Da eilt der Sturm dahergebraust! Schon deuten es die flammend Wetterzeichen — Gestalten nah'n, die sonst im Finstern schleichen! Mit einem Mal in wildentbrannter Wuth Entschlägt Empörung sich in Mailand's Hallen, Und, meuchlings hingesprizt, entquillt das Blut, Als gält's, der Hölle eine Schuld zu zahlen! Und wehrend zu den Thoren stürzt sich dicht Die Kampfesschaar, umflort von nächt'ger Bande Gelagert war die Nacht am Vaterlande, Nur in des Kriegers Brust blieb es noch licht — Der Kraft vertrauend, pochte sie: Vergelten! Nur Muth gefaßt, und stürzen auch die Welten! Vom Hufschlag widerhallt es am Tessin, Des SardenkönigS Kriegesschaaren rufen Auf Lombardiens reiche Gauen hin, Die eisern' Krone ihm aufs Haupt zu brüten! Im Hochgefühl entfleucht zum ird'schen Gott

Next

/
Oldalképek
Tartalom