A muraközi uradalom gazdasága és társadalma a 17-18. században - Zalai gyűjtemény 68. (Zalaegerszeg, 2010)

Bevezető

EINFÜHRUNG1 Überblick der Fachliteratur, die Gutshofgeschicht Die Verwaltungs- und Wirtschaftseinheit der gutsherrlichen Besitzgüter, der Guts­hof bildete sich in Ungarn schon in den 13-15. Jahrhunderten heraus, was die Fes­tigung des gutsherrlichen Besitzs und seine allmähliche Ausbreitung signalisiert. Dieser Prozess zog die Herausbildung eines rechtlich einheitlichen Bauerntums mit sich.1 2 1848 kam es zur Bauernbefreiung, aber der gutsherrliche Betrieb exis­tierte noch bis 1945. Aus diesem Grunde ist die Erforschung der bäuerlichen und adeligen Gesellschaft ohne die Untersuchung der Geschichte der Gutshöfe und ihrer Verwaltungsdokumente unvorstellbar. In Ungarn bedeutete die Geschichtsschreibung und die Geschichte der Politik lange Zeit ein und dasselbe, aber es gab immer Geschichtsschreiber, die die Wich­tigkeit der Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte erkannt haben. Die Anfänge der agrarwirtschaftlichen Forschungen gehen bis zum Anfang des 18. Jahrhun­derts auf die Arbeit von Mátyás Bél zurück. Er rechnete mit der herkömmlichen politischen Annäherungsweise ab und ließ einen großen Raum der Analyse wirt­schaftlicher Ereignisse zu. Er schrieb eine selbständige Studie über Ungarns Wirt­schaft.3 Um die Wende der 18.-19. Jahrhunderte sollen die Namen von Sámuel Tessedik und Gergely Berzeviczy erwähnt werden, die sich vermutlich im Geiste der Lehren der Aufklärung auch mit dem Leben der Bauern beschäftigten.4 5 Ká­roly Phaler beschrieb in seinem in lateinischer Sprache verfassten und im Jahre 1820 in der Stadt Keszthely herausgegebenen Werk Jus Georgicum die Geschich­te der Landwirtschaft und damit auch die Geschichte der Bauernschaft. Im 19. Jahrhundert in der Zeit der Reformen forderte auch Mihály Horváth die Beschäf­tigung mit dem Volk: „Ha pedig így áll honunk politicai története, mi még is egyedül foglalta el a régi történet- s évkönyvírókat, mit lehet, mit kell mondanunk az ipar és ke­reskedés történetéről, miután az írók a trónváltozások és országszerződések, háborúk és békekötések s más nagyszerű és nem nagyszerű, de lármás események írásával elfoglalván, figyelemre is alig méltatták a népi élet csöndes körét^ Nach der Zeit der Reformen 1 Diese Forschung wurde durch die Unterstützung von OTKA (Nr. T 46069 TRT) ermöglicht. Auch an dieser Stelle möchten wir für die Unterstützung unseren Dank aussagen. 2 Siehe dazu: Bolla 1998. 3 Bél 1735-1742.; Bél 1984. 4 Tessedik-Berzeviczy 1979. 5 Horváth Mihály 1841. Wortwörtliche deutschsprachige Version des zitierten archaischen Textteils: Wenn aber die politische Geschichte unserer Heimat so steht, die die alten Geschichts- und Jahrbuch­schreiber alleine beschäftigte, was können und sollen wir über die Geschichte der Industrie und des Handels sagen, nachdem die Schreiber mit den Beschreibungen der Thronfolgen und Landesverträ­59

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