Művelődéstörténeti tanulmányok - Zalai Gyűjtemény 31. (Zalaegerszeg, 1990)
Gyimesi Endre: A Zala megyei nyomdászat kezdetei.
ENDRE GYIMESI: DIE ANFÄNGE DES BUCHDRUCKES IM KOMITAT ZALA 2. Teil (von 1820 bis zur Periode des Ausgleichs) (Zusammenfassung) Im Gegensatz zu anderen Komitaten ist die Geschichte des Buchdruckes des Komitats Zala fast vollständig unbearbeitet. Der Verfasser machte es sich zur Aufgabe, mit Hilfe von Primärquellen diese Lücke zu schliessen. Vorliegende Arbeit ist Teil einer Reihe. Sein erster Teil, welcher im 28. Band der Zalai Gyűjtemény erschienen ist, zeigt detailiert die Arbeit der ersten (Keszthelyer) Druckerei auf. Diese Publikation betrachtet die Herausbildung der Verhältnisse bei der Buchdruckerei im Komitat und gibt detailierte Auskunft über das Wirken der beim Komitat angestellten Buchdrucker im Zeitraum von 1820 bis zum Ausgleich. Zuerst geht es um die Tätigkeit der von Keszthely nach Zalaegerszeg übersiedelten Filialsdruckerei. Ferenc Perger, der erste Buchdrucker des Komitates liess sein Geschäft 1820 in die Komitatshauptstadt verlegen.. Seine Filialdruckerei arbeitete bis 1830 in Zalaegerszeg. Im Laufe seiner zehnjährigen Tätigkeit befriedigte er vor allem den Bedarf der Verwaltung. Für die Herausgabe grösserer Bände bekam er keine Genehmigung. Er hielt sich wenig in der Filialdruckerei auf und so litt unter seiner immer unzuverlässiger werdenden Arbeit auch sein Verhältnis zum Komitat. 1830 setzt das Komitat ihn ab und stellt Alajos Szammer, einen Veszprémer Buchdrucker ein. Szammer steht elf Jahre im Dienste des Komitates und löste seine Aufgaben zur allgemeinen Zufriedenhext. Auch er befasst sich in seinem Zalaegerszegéi" Betrieb vor allem mit der Produktion offizieller Druckerzeugnisse. Trotzdem — im Gefolge der auf politischem Gebiet immer radikaler werdenden Intentionen des Komitates — bekam er Ärger mit dem Statthaltereirat (z.B. wegen des Drucks dér Abgeordnetenberichte von Ferenc Deák). Im Laufe der Zeit bildete Szammer einen entsprechenden Vertreter für seinen Zalaegerszeger Betrieb aus, György Strohmayer. Er ist zuerst Kommissionär, dann nachdem er die Druckereiprivilegien erlangte, leitete er ab 1841 als selbständiger Besitzer die Druckerei des Komitatssitzes. Der Verfasser verfolgt Strohmayer Tätigkeit bis zu seinem Tode 1854. Aufgrund des aufgenommenen Inventars der Hinterlassenschaften kann sich der Leser ein Bild von den materiellen Verhältnissen eines Druckereibesitzers machen. Neben dem Aufzeigen der Tätigkeit der Zalaegerszeger Druckerei, nämlich der Herstellung von Druckereierzeugnissen für die Verwaltung, arbeitete der Verfasser dieser Studie auch die Anfänge der Nagykanizsáéi- Druckerei, die schon mit ausgesprochenem kapitalistischem Ziel organisiert war, auf. Uber die Initiativen von Wajdits und Vusztl und über das 1850 gegründete Kapitalunternehmen, über die Druckerei Markbreiter wird berichtet. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass zwar die ersten Zalaer Druckereien weder aus industriellem noch kunstgeschichtlichem Gesichtspunkt von landesweiter Bedeutung waren, so bieten sie jedoch wichtige Daten für die regionalen Forscher. Mit mehreren wichtigen Daten gelang es, die allgemeine Geschichte der Druckereien zu ergänzen und zu berichtigen.