Művelődéstörténeti tanulmányok - Zalai Gyűjtemény 31. (Zalaegerszeg, 1990)

Molnár András: Pártküzdelmek költészete, paszkvillusok, kortesversek a reformkori Zalából

ANDRÁS MOLNÁR: DIE DICHTUNG DER PARTEIKÄMPFE PASQUILLEN UND WERBEGEDICHTE DER REFORMZEIT AUS DEM KOMITAT ZALA (Zusammenfassung) Bei den politischen Kämpfen der Reformzeit, beim Zusammenstoss der libera­len und konservativen Parteien des Komitates war die Beschimpfung des politischen Gegners ein bekanntes Mittel. In erster Linie hatten die Pasquillen und Werbege­dichte, die in Wort oder Schrift verbreitet wurden, die Aufgabe, das Ergebnis der Abgeordneten- und Beamtenwahlen im Komitat zu beeinflussen. Ein Teil von ihnen analysiert schon vorgefallene politische Ereignisse, worüber einseitig gedichtet und ein stark polarisierendes Bild gegeben wird. Die hier vor­gestellten, zwischen 1834 und 1847 zu datierenden 13 Zalaer Spottgedichte spiegeln die Kultur der Masse des Kleinadels, deren Wertvorstellung und Denkweise wider. Die Verfasser, der aus den Familienarchiven hervorgekommenen Gedichtchen, lies­sen den klassisch gebildeten Beamtenadel unbeachtet. Die kürzeren und einfacheren Werbegedichte wurden mündlich, die längeren, Mythologien nachahmenden umfan­greichen „Werke" in Form von Flugblättern mit Handschrift vervielfältigt und im zu beeinflussen gesuchten Adelskreis verbreitet. Die inneren Kämpfe der Reform­zeit im Komitat Zala werden in der der Quellenpublikation vorausgeschickten Stu­die, die Datierung der veröffentlichten Gedichte und der politiikgeschichtliche Hin­tergrund ihrer Anwendung analysiert. Dabei sind auch die führenden Beamten und jene, die die politischen Entscheidungen fällten, namentlich aufgeführt.

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