Közlemények Zala megye közgyűjteményeinek kutatásaiból - Zalai Gyűjtemény 25. (Zalaegerszeg, 1986)

Foki Ibolya: Az

Zünfte, die wegen der mit der Verbürgerlichung verbundenen wirtschaftlich — gesellschaftlichen Konflikte aufgeschlossen für die antisemitischen Anschauungen waren, wird hier in den Mittelpunkt gestellt. Folgender Teil der Abhandlung behandelt die Ereignisse der im Jahre 1883 im Komitat Zala erfolgten gewaltsamen antisemitischen Offenbarungen, die im Zusammenhang mit den in der ersten Hälfte der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts im Lande weit und breit stattfinden­den antisemitischen Unruhen standen sowie den Hintergrund dieser Ereignisse. Zu jener Zeit erreichte die Anzahl der israelitischen Bevölkerung im Komitat Zala 3,8 Prozent. Die Mehrheit der Israeliten wohnten in den Sädten, sowie den grösseren, agrarwarenerzeugenden Marktgemeinden und den Handelszentren. Teilnehmer an den im Komitat stattgefundenen Unruhen waren in erster Reihe Landbauer, Gesellen, beziehungsweise Tagelöhner, Knechte und Angestellte von sonstigen Domänen. Propagandisten der antisemitischen Anschauungen waren dagegen zum Teil Personen, die von aussen in das Komitat, in die Umgebung des antisemitischen Parteiführers Győző Istóczy kamen, zum Teil aber etliche mit diesen Personen sympathisierenden Mitglieder des Mittelstands und der Intelli­genz. Die Unruhen haben sich im Sommer und Herbst des Jahres 1883 abgespielt. Regionales Zentrum dieser antisemitischen Vorkommnisse im Komitat waren zuerst Zalaegerszeg sowie die Umgebung der Stadt, später aber das Balaton-Ober­land, in erster Reihe die Umgebung von Tapolca. Die Regierung und die Leiter des Komitats konnten damit erst dann ein Ende machen, als ein ausserordent­licher Zustand eingeführt wurde und energische militärische und Verwaltungs­mannnahmen getroffen wurden.

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