Közlemények Zala megye közgyűjteményeinek kutatásaiból - Zalai Gyűjtemény 25. (Zalaegerszeg, 1986)

Bilkei Irén: Ujabb római kőemlékek Zalából

IRÉN BILKEI: NEUERE RÖMISCHEN STEINDENKMÄLER AUS ZALA (Zusammenfassung) Die Abhandlung gibt uns zwei neuere römischen Inschriften bekannt. Die erste ist ein Grabstele aus Kristallkalkstein, welches in die Zalaszentgyör­gyer gotische Kirche eingebaut, zum Vorschein kam. Der Stein ist bruchstückig, seine bildhauerischen Verzierungen sind mit Ausnahme der im Timpanon befind­lichen Vogelfigur, beschaedigt. Die Inschrift ist ebenfalls stark abgenutzt, aus den Bruchstücken können wahrscheinlich die (Vib)unnius und (Va)lerius Gentilizien ergaenzt werden. Der Grabstein stammt aus den, in Zala von mehreren Fundorten her bekannten poetovioer Steinmetzwerkstaetten und gehört zur Gruppe der Grabs­teles aus steierischem Marmor aus dem I. —II. Jahrhundert. Vermutlich wurde er von norditalischen Personen aufgestellt. Es ist auch denkbar, dass der ursprüngliche Fundort des Steines Zalalövő war, wo er aus einem reichen Braudgröberfeld stammen kann. Der zweite, mit Inschrift versehene Stein ist eine Grabtruhe, ein Ossuarium. Sein Fundort ist vermutlich eines der Zalalövőer Hügelgraeber. Sein Material ist Sandstein, bruchstückig, auch die, auf einer der kürzeren Seiten befindliche In­schritf ist kaum leserlich. Auf Grund der mehreren Namensbruchstücke kann es für eine Familiengrabstelle gehalten werden. Die Beerdigungsform des Ossuariums war ím I. —II. Jahrhundert im Bereiche des Bernsteinstrasse und des Poetovio-Aquincum Diagonalweges haeufig, und weist meistens auf norditalische Beziehungen hin. Das Zalalövőer Ossuarium war wahrscheinlich die Beerdigungsstelle einer reichen einheimischen Familie, welche bereits die römischen Gewohnheiten und Ausser­lichkeiten übernommen hat.

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