Régészeti tanulmányok - Zalai Gyűjtemény 6. (Zalaegerszeg, 1976)
Mócsy András: Zala megye római kori kőemlékeiről
Ha a továbbiakban Apuleia Paula kövének zalamegyei, esetleg zalalövői eredete bebizonyosodna, akkor a felsorolt stájermárvány sírkövek zárt csoportja egy olyan újabb emlékkel gyarapodna, amely a mondottakkal nincsen ellentétben. Rövidítve idézett források jegyzéke HS V. Hoffilier — В. Saria, Antike Inschriften aus Jugoslavien. I. Zagreb, 1938. RIU L. Barkóczi — A. Mócsy, Die Römischen Inschriften Ungarns, 2. Lieferung. Salla, Mogentiana, Mursella, Brigetio. Budapest, 1975, Schober A. Schober, Die römischen Grabsteine von Noricum und .Pannonién Wien, 1923. StD L. Balla — T. P. Buocz — Z. Kádár — A. Mócsy — T. Szentléleky, Die römischen Steindenkmäler von Savaria. Budapest, 1971. Weber E. Weber, Die römerzeitlichen Inschriften der Steiermark. Graz, 1969. ANDRÁS, MÖCSY: STEINDENKMÄLER AUS DER RÖMERZEIT IM KOMITAT ZALA (Auszug) Auf dem Gebiet des Komitates Zala sind wenig römische Inschriften und Steindenkmäler bekannt, obwohl zwei wichtige Handelsstraßen Pannoniens durch diese Gegend führten: von Norden nach Süden die sog. Bernsteinstraße und in südwestlich —nordöstlicher Richtung die Straße von Poetovio nach Aquincum. Beide Straßen spielten in der frühen Kaiserzeit eine wichtige Rolle. Die einzige, dem Namen nach bekannte Wegstation ist Salla (Itin. Ant. 262,5), die mit ziemlicher Sicherheit mit der Gemeinde Zalalövő identifiziert werden kann. Die Sigillata —Funde der Ausgrabungen in Zalalövő weisen eine eigenartige Fluktuation der Handelsbeziehungen auf: die Blütezeit fällt auf das Ende des 1. und das erste Drittel des 2. Jahrhunderts, obwohl Salla — laut einer bisher noch unveröffentlichten Inschrift — unter Kaiser Hadrian den Rang eines Munizipiums erhielt. Die Zusammenstellung der entlang der beiden Straßenzüge freigelegten Steindenkmäler bestätigt das durch die Sigillata gebotene Bild von einem anderen Aspekt: die Steindenkmäler sind ausnahmslos importierte Steinmetzwerke, vermutlich Erzeugnisse der Werkstätten von Poetovio — die mit steirischem Weißmarmor arbeiteten — und alle stammen aus der Zeit, als die Handelsbeziehungen, wie dies die Sigillata beweisen, am intensivsten waren und sich auf diesen beiden Straßen ein ansehnlicher Warenverkehr abgewickelt hat. Die Errichter der Grabsteine sind alle fremder Herkunft, vor allem norditalische Familien, die sich zur Blütezeit des Handelsverkehrs zwischen Italien (Aquileja) und der Donau den Straßen entlang angesiedelt hatten. Aus späterer Zeit sind nur aus örtlichem Steinmaterial gemeißelte Steindenkmäler von außerordentlich schwacher Qualität bekannt. Sie wurden in wesentlich geringerer Zahl freigelegt.