Vízügyi Közlemények, 2003 (85. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók

680 Dénes Gy.-Nagy L. by intensive defence activities. At present, the number of crossing facilities built into the flood protection dikes is more than 2300, from which the number of structures is over 1780 (Bara 1999). One cannot exactly estimate the extent of danger or risk represented by these built-in structures, but it is a fact that the financial means available for maintaining/recon­structing these structures have considerably been reduced since 1990, leading to their ageing thus to an increase of dangerous sites, particularly in the case of the structures out of use. In the case of the dike rupture at the pumping station Gyula /, its provisional closure was created within 2 days time, consisting of two parallel sheet pilings (from plates CS 2M), anchored to each other, with a 4 m wide puddle chamber between them (Fig. 11). The recon­struction process of the structure was sped up by the dike rupture, and finished in 1998 (Figs. 12 and 13). Dammbruch bei der Pumpanlage Nr. 1 von Gyula von Dipl.-Faching. György DÉNES und Dipl.-Faching. László NAGY Im Karpatenbecken kam es bislang zu über 2200 Dammbrüchen. Davon sind es ihrer über 20, wo der Mechanismus des Dammbruches irgendwie mit dem in den Damm eingabauten Bauwerk oder seiner Umgebung zusammenhing (Tabelle I). Den letztgenannten Dammbrüchen, als Sonderfällen, wurde immer besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da sie für die Wasserbauingenieure wertvolle Lehren lieferten (Nagy 2001, 2002). Der bislang letz­te solche Dammbruch passierte im Jahre 1995 in der unmittelbaren Nähe der Pumpanlage Nr. 1 von Gyula. Laut Vorhersagen (Tabelle 11) war ein jedes frühere Ereignis übertreffende Hochwasser zu erwarten (Bild 4). Dank den Bekämpfungsmaßnahmen (Bilder 3, 5, 6 und 7) lief das Hochwasser ohne bedeutende Schäden ab. Untersucht man die Ursachen des neben dem Durchlaßwehr der Pumpanlage Nr.l von Gyula stattgefundenen Dammbruches (Bilder 1 und 2), so ergeben sich daraus folgende Lehren: - Ein in den Hochwasserschutzdamm eingebautes Bauwerk muß unbedingt durch eine Verlängerung des Sickerweges geschützt werden. - Die Deichkrone darf erst dann gepflastert werden, wenn sie die maßgebliche Schutzhöhe erreicht hat. Die vor Deichüberschlagung schützenden zusätzlichen Elemente dürfen nie auf die verkleidete Deichkrone gelegt werden, weil es unter der Verkleidung zum Grundbruch kommen kann. (Dies war der Fall während des April­Hochwassers an der Mittleren Theiß, im Gemeindegebiet von Nagykörű. , nur konnte der Grundbruch dort glücklicherweise noch rechtzeitig lokalisiert werden.) - Sogar bei einer vorschriftsmäßig hohen Dammkrone ist es verboten, unter ihre Verkleidung eine Schicht aus wasserführendem Material einzubauen, da dadurch die Bekämpfung einer Deichüberschlagung vereitelt wird. - Die oberste, 0,6-0,8 m dicke Schicht jedes Erdbauwerkes veraltet unter den atmo­sphärischen Einwirkungen rasch, so daß mit ihrer Standfestigkeit nur in stark beschränktem Maße gerechnet werden kann. Während der Donau- und Theiß-Hochwasserwellen der letzten Jahre kam es neben den eingebauten Bauwerken öfters zu gefährlichen, mit unmittelbarem Dammbruch drohen­den Hochwassersituationen (z.B. bei den Pumpanlagen von Ujlörincfalva und Karád sowie bei den Wehren von Tyúktelep oder Szava). In diesen Fällen ist es gelungen, dem jeweiligen Dammbruch, mit wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen, vorzubeugen. Z.Z. gibt es über 2300

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