Vízügyi Közlemények, 2001 (83. évfolyam)

1. füzet - Szesztay Károly: Vízgazdálkodás és tájfejlesztés a környezeti válság globalizációjában

72 Szesztay Károly sehen den Biotopen verschiedener Typen aufrecht (Bild 3). Aus der Sicht der Naturfaktoren ist einer der wichtigsten Kontaktpunkte zwischen Wasserwirtschaft und regionaler Entwicklung der Wasserhaushalt des Bodens und der Deckschicht , dessen Wirkungssystem sich entlang der drei Niveaus der Einsickerungstiefe ordnet (Bild 4). Eine dem Interesse der betroffenen Bevöl­kerung entsprechende Erschließung und Regelung der Wasserhaushalts- und Wassergüte-Aus­wirkungen der verschiedenen anthropogenen Tätigkeiten ist deshalb außerordentlich schwierig, weil diese Tätigkeiten und ihre Auswirkungskette im allgemeinen mehrere informatorische und institutionelle Grenzlinien überqueren (Tabelle I). Infolge der Informations-Lücken und der institutionellen Interessenkonflikte nehmen in der geldorientierten Industriewirtschaft die gesellschaftlich bedeutenden Eigenschaften des Wassers und anderer Umweltfaktoren kontinu­ierlich Schaden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die tatsächliche Lebensqualität —trotz der Zunahme des am GNP gemessenen Gesamtproduktes — verschlechtert, wie es in Bild 5, mit den Daten der USA, für die 1980 beginnenden Zeitspanne veranschaulicht wird. Auf dem Ni­veu der wirtschaftlich-technischen Steuerung besteht die unmittelbare Ursache der Umwelt­schäden darin, daß die in den Entscheidungen unberücksichtigten lokalen Externalitäten durch die Wasserhaushaltsprozesse, zwar zeitlich und räumlich verschoben, früher oder später doch internalisiert werden und dadurch der gesellschaftlich-wirtschaftliche Wert der Vorräte ab­nimmt. Auf solche Weise nimmt z.B. in der Pflanzenproduktion die Fertilität der Böden Scha­den (Bild 6). Aus systemtheoretischer Sicht widerspiegeln die Externalitäten die unterschiedli­che Organisierungsstrategien der Landschaftsentwicklung und der Marktregelung (Tabelle II). Die Vorbedingung für eine auf die regionale Entwicklung abgestimmten Wasserwirtschaft ist eine systematische Evidenzhaltung von Daten und Zusammenhängen, die ermöglicht, daß die Planung und Steuerung jeder technisch-wirtschaftlicher Tätigkeit mit der jeweiligen Erschlie­ßung und Bewertung der Umweltauswirkungen und der mit anderen Tätigkeiten entstehenden internen Beziehungen untermauert werden können. Im Laufe der zwischen 1980 und 1984 erfolgten Erstellung von Ungarns Dritten Wasser­wirtschaftlichen Rahmenplan entstand eine Studie, welche auf dem Vier-Phasen-Beziehungs­system zwischen den die gesellschaftlich wichtigen Eigenschaften der natürlichen Umwelt charakterisierenden Faktoren und den die externalen Auswirkungen kennzeichnenden Fakto­ren basiert (Bild 7). Zur Erschließung und Kontrolle der die heutigen Verhältnisse kennzeich­nenden Verhältniszahlen und Zusammenhänge ist es nützlich und wünschenswert, die geophy­sischen und ökologischen Eigenschaften längerer vergangener Zeitperioden zu überblicken, wovon einige Möglichkeiten in Tabelle III skizziert sind. Die Erschließung des vergangenen Zustandes der Landschaftsentwicklung und des Wasserhaushalts wurde in Ungarn durch die Auswirkungs-Untersuchung der verhältnismäßigen Größe der waldbedeckten Flächen sowie durch einen Vergleich der regelmäßig überfluteten Flächen der Tiefebene und der Waldbe­deckung mit wichtigen Anhaltspunkten ergänzt (Bild 8). * * * Водное хозяйство и развитие ландшата в условиях глобального кризиса окружающей среды Д-р СЕСТАИ Карой, дипл. инженер Проблемы и кризисы в окружающей среде, которые касаются все более терри­тории и в некоторых отношениях появляются уже в глобальном масштабе (рис. 1), по-новому освещают и вопросы отношения водного хозяйтва и развития ландшафта. В статье рассматриваются принципиальные и исторические основы

Next

/
Thumbnails
Contents