Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)

4. füzet - Ivicsics Lajos: Árvizek Szlovákiában 1998-ban és 1999-ben

Árvizek Szlovákiában 1998-ban és 1999-ben 691 Das November-Hochwasser des Flusses Ung ist auf die im ukrainischen Staatsgebiet zwischen 28. Oktober und 4. November gefallene große Niederschlagsmenge zurückzufuhren. Im linksufrigen Deich des Flusses, auf slowkischem Boden, mußten mittels Explosion zwei Öffnungen geschaffen werden. Dies bot der Wasserstandssteigung Einhalt: nach Erreichung des Scheitelwasserstandes von 10,60 m hat der Abfall des Hydrogramms begonnen (Bild 2). Die Frühlingshochwässer 1999 in der Slowakei hatten zwei hauptsächliche Ursachen: das gan­ze Land lag unter Schnee, gleichzeitig mit einer raschen Aufwärmung ist viel Niederschlag auf die Einzugsgebiete gefallen, wobei die Wasserführungskapazität der meisten Flußbetten durch das da­rin angehäufte Eis noch stark beschränkt war. Im Hinblick auf ihren Scheitelwasserstand kann das Februar-Hochwasser der Donau zwar kei­neswegs als außerordentlich bezeichnet werden, doch kam es im Pegelquerschnitt Devin zu einem ungewöhnlich raschen Anstieg: in 24 Stunden stieg der Wasserstand um 3,16 m (Bild 3). Infolge des steigenden Wasserstandes an der Trnävka (Bilder 4 und J) mußte zunächst ihr rechtsseitiger Deich in einer Länge von 80 m erhöht und sodann, am 7 März, der linksseitige Deich unterhalb der Ortschaft Töketerebes in einer Länge von 40 m durchgeschnitten werden. An der Latorca ist es gelungen, das Hochwasser mittels von Hubschraubern abgeworfenen Sandsäcke zu bekämpfen. Das Hochwasser an der Bodrog erreichte ihren höchsten Wasserstand von 9,54 m bei Bodrog­szerdahely am 12. März 1999 (Rigo 1999a, Bild 6). Das Hochwasser an der Eipel (Ipel) hat bereits am 3. März begonnen und erreichte bei Vyskov­ce nadlpl'om am 9. März ihren, den dritten Bereitschaftsgrad um 5,03 m überschreitenden Scheitel­wasserstand. Das Hochwasser an der March und an seinen Zubringern fand im März 1999 statt und hatte keine bedeutenden ungünstigen Folgen (Hambek-Virág 1999). Während der Periode 21-23. Juni 1999 fielen in der ganzen Slowakei sowie im oberen (tsche­chisch/österreichischen) Einzugsgebietsteil der March heftige Niederschläge, doch gab es in zahlre­ichen Teilen des Landes auch während der vorangegangenen Tage heftige Gewitter (Hajtásová-Mi­kulicková 1999). Es gab Stellen, wo in 48 Stunden 130 mm Niederschlag fiel (Abaffy-Kadubec 1999). An einigen Stellen wurde der 50jährliche, ja sogar der lOOjährliche Abfluß beobachtet; ja es gab einen Fluß-nämlich die Litavica bei Plástovce- wo der lOOOjährliche Abfluß gemessen wurde (Abaffy-Kadubec 1999). Die March begann bei Moravskv Svät y Jan am 22. Juni anzusteigen. Nach einer Steigung von etwa 3 m erreichte sie ihren Scheitelwasserstand von 4,90 m am 24. Juni (Bild 8). Die Neutra und ihre Zubringer begannen am 22. Juni anzusteigen, erreichten ihre Höchstwas­serstände noch am selben oder am darauffolgenden Tag und begannen nach dem Aufhören des Re­gens abzuflachen. Der Höchstwasserstand der Eipel bei Vvskovce nad lpl'om war am 23. Juni 6,06 m (Bild 10). Die Ursache der in der Slowakei, im Juli 1999 stattgefundenen Hochwässer war der über dem mittleren Teil des Mittelmeeres entstandene niedrige Luftdruck, der, von großen Niederschlägen be­gleitet, nach Norden, auch über der Slowakei, insbesondere über dem östlichen und mittleren Teil ihres Gebietes zog (Rigo 1999b). Infolge dessen fiel zwischen dem 7. und 15. Juli auf das Einzugs­gebiet der Gran ein Niederschlag von 196 mm, auf dasjenige der Eipel 137 mm, und auf das Einzugsgebiet der Rima 142 mm. Besonders hohe Tagesniederschläge wurden gemessen in Banská Bystrica (60 mm), in Dobra Niva (72 mm), in Krupina (81 mm) und in Brezno (56 mm). Die Eipel begann am 10. Juli zu steigen und erreichte ihren Höchstwasserstand mit 5,12 mam 15. Juli (Bild 11). Die Bekämpfung der in der Slowakei stattgefundenen oben beschriebenen Hochwässer wurde durch die Nutzung der von den Speichern gebotenen Möglichkeiten wesentlich erleichtert. Infolge einer teilweisen Einspeicherung der abfließenden Wassermengen wurden die Höchstwasserstände niedriger, wodurch die Bekämpfung der Hochwasserwellen erleichtert wurde. Dabei spielte auch die

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