Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)
2. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók
A hasznosítható vízkészlet időszerű kérdései 329 rectly from the time functions, by simulation, without interpolating their statistical equivalents, also in the case of constant anthropogeneous balance elements. — Summarizing: there are no open methodological questions of interpreting or presenting utilizable water resources. Thus, the actual task is not the continuation of discussing methodological issues, but rather the production of concrete, reliable time functions of anthropogeneous water balance elements (Domokos— Tarnóy 1993). * * * Aktuelle Fragen des nutzbaren Wasserdargebots von Dr.-Ing. Dipl.-Math. Miklós DOMOKOS Das neueste Wassergesetz Ungarns (KT 1995) erstreckt sich, u.a., „auf die Nutzbarmachung der Gewässer, auf die Erhaltung ihrer Nutzbarkeit und auf die Bewirtschaftung der Wasservorräte". Man kann jedoch-wenigstens auf einem bestimmten Wahrscheinlichkeztsniveau nur bekannte Mengen bewirtschaften. Das Inkrafttreten des neuen Wassergesetzes wirft also wieder einmal die Notwendigkeit einer genauen, eindeutigen Definition des nutzbaren Wasserdargebotes auf. Diesbezüglich macht der Verfasser folgende Feststellungen: — Der Begriff nutzbares Wasserdargebot ist untrennbar von der wasservorratswirtschaftlichen Tätigkeit bzw. von der Aufstellung von Wasserwirtschaftsbilanzen; ohne die letzteren kann der Begriff überhaupt nicht definiert werden. — Die Zeitfunktion des nutzbaren Wasserdargebots eines geschlossenen Einzugsgebietes. Q,„(t) ist — z. B. nach Gl. (2) oder (3) - die algebraische Summe der Zeitfiinktion Q(t) des vom Einzugsgebeit austretenden natürlichen Abflusses und der Zeitfunktionen einer Anzahl von - willkürlich ausgewählten - anthropogenen Wasserbilanz-Elementen Q k(t). (Alle anthropogenen Elemente, welche nicht zu den Komponenten des nutzbaren Wasserdargebots Q u t(t) gezählt werden, werden — sinngemäß mit veränderten Vorzeichen - zu Komponenten des als „Wasserbedarf' bezeichneten Wasserbilanz-Armes.). — Zur Begründung wasservorratswirtschaftlicher Entscheidungen nach Gl. ( 1 ) muß der Erwartungswert einer ein- (Bild 1) oder zweidimensionalen Kennzahl der Wassereinschränkung ermittelt werden. Zu diesem Zweck müssen die Zeitfunktionen des nutzbaren Wasserdargebots Q M(t) und des Wasserbedarfs Q D(t) (Bild 2.) bekannt sein, aus welchen der Wert der erwünschten Kennzahl der Wassereinschränkung unmittelbar, über Simulation, ermittelt werden kann, — Im Spezialfall, wenn sämtliche antliropogene Elemente Q^ der Wasserbilanz konstante Werte haben, also nur der natürliche Abfluß Q(t) sich zeitlich verändert, können die Kennzahlen der Wassereinschränkung in Kenntnis der - die Zeitfunktion Q(t) gleichwertig ersetzenden - Verteilungsfunktion FQ(X) (oder der damit äquivalenten Dauerkurve) bzw. Abfluß-Dauerfläche (Bilder 3 und 4) sowie der konstanten Werte der anthropogenen Bilanzelemente, über entsprechende Formeln - z.B. Gl. (8) oder (9) —, auch ohne Simulation ermittelt werden. Diese Methode hatte aber vor der Verbreitung der Rechneranwendung eine gewisse Bedeutung, da die Kennzahlen der Wassereinschränkung natürlich auch im Falle konstanter anthropogener Bilanzelemente unmittelbar aus den Zeitfunktionen, ohne Heranziehung ihrer statistischen Kennzahlen, über Simulation ermittelt werden können. — Die Definition bzw, Angabe des nutzbaren Wasserdargebots weist also keine offenen methodologischen Fragen auf. Die aktuelle Aufgabe besteht also keineswegs in einer weiteren Untersuchung methodologischer Fragen, sondern vielmehr in der konkreten, zuverlässigen Erzeugung der Zeitfunktionen anthropogener Wasserbilanz-Elemente (Domokos-Tarnóy 1993).