Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)
2. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók
318 Kozák M.—Rátky I. — An unprotected flood plain of high flow carrying capacity might convey six times more water that another one of the same dimensions but with deteriorated, high, roughness conditions. — An unprotected flood plain of high hydraulic resistance would convey a flood flow (of 3000 m 3/s) with approximately 1.8 m higher water levels than the "smooth" flood-channel of the same dimensions. An example of the results of the model calculations with the one-dimensional unsteady flow model, describing also the flattening of flood hydrographs, is shown in Fig. 3. The investigations were made in connection with the contemplated regulation of the River Kraszna. Narrowing of the flood-channel is planned in order to gain agricultural areas. The effects of this planned confinement on the flood water levels and travel-times were investigated. The development plan was made for narrowing the flood plain (which capriciously varied between 350 and 1500 m) unifonnly to 30 m width, over the full river length investigated. Figure 3. indicates that the flood would be peaking one day earlier and with 1—2 m higher peaks in the case of this narrowed unprotected flood plain , than in that of the original condition. Auswirkung der Breite und der Verbauung des Deichvorlandes auf die Hochwasserstände von prof.em. Dr.-Ing. Miklós KOZÁK,-DSc. und Dr.-Ing. István RÁTKY, PhD Die Bedeutung einer gesicherten Abfuhrung von Hochwasserwellen nimmt zu, da sich im geschützten Gebiet immer zahlreichere und wertvollere Güter der Bevölkerung befinden. Ungarische und internationale Erfahrungen zeigen, daß der extreme Charakter der Hochwasserwellen ständig zunimmt. Während die Wasserführungskapazität des Deichvorlandes sich vermindert, erhebt sich gewöhnlich sein Geländeniveau infolge unfachgemäßer Waldbewirtschaftung und Verlandung. All dies führt zu immer höheren Hochwasserständen. Zweck der vorliegenden Arbeit ist es, vorzuzeigen, wie sich die Wasserstände bei — einem Hauptflußbett unveränderlichen Ausmaßes und unveränderlicher Rauhigkeit, — einem Deichvorland veränderlicher Breite und — veränderlicher Rauhigkeit (Verbauung) gestalten, also welchen Einfluß das Ausmaß und die Rauhigkeit des Deichvorlandes auf die Hochwasserstände ausüben. Die Ergebnisse der Berechnungen werden in Bild 2, in einem koaxialen Koordinatensystem dargestellt. Es geht daraus hervor, daß im Falle des untersuchten (etwa in die Größenordnung der Theiß fallenden) Flusses: — die Wasserführung des stark widerstandsfähigen (km=5 m 1/ 3 s" 1) Deichvorlandes — in Abhängigkeit von der Wassertiefe und der Breite - lediglich 0,5—25% des Abflusses im Hauptflußbett ausmacht, während bei geringer Rauhigkeit (k=30 m 1/ 3s _ 1 ) dieses Verhältnis bis auf 150% steigen kann; — ein das Wasser gut führendes Deichvorland bis zu 6mal soviel Wasser ableiten kann, als ein ebenso breites, aber großen Widerstand leistendes Deichvorland; — ein Deichvorland mit großem hydraulischen Widerstand denselber Abfluß (3000 m 3 s" 1 ) nur bei einem um etwa 1,8 höherem Wasserstand ableiten mag, als ein glattes Deichvorland. Bild 3 zeigt ein Detail aus der Untersuchung, die unter Anwendung der Theorie der nicht-permanenten Strömungen, bzw. eines den Ablauf - und auch die Verflachung der Hochwasserwellen in einer Dimension exakt beschreibenden Modells durchgeführt wurde. Es wurde damit untersucht, welche Auswirkung eine — u.a. im Interesse von Ackerland-Gewinnung - geplante Einengung des Deichvorlandes des Theiß-Zubringers Kraszna auf die Hochwasserstände und die Abiaufzeiten hätte. Nach diesem Plane sollte die z. Z. zwischen 350 und 1500 m liegende Breite des Deichvorlandes