Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)
1. füzet - Deák J.-Liebe P.-Deseő É.: A felszín alatti vizek minőségének országos jellemzése
A felszín alatti vizek minőségének országos jellemzése 81 confined groundwater, used for drinking water abstraction, are of natural (geochemical) character and cannot be thus eliminated. They are due to the interaction of water and geological formations in the groundwater flow. The only means of protection can be provided by dilution and blending or by abandoning the resource. Consequently the protection of subsurface water resources against anthropogenic pollution loads will not provide guarantee for good quality drinking water. Among the regularly measured water quality constituents nitrate is the only component which indicates pollution of surface origin. The average nitrate content of 15 mg/1 of the most vulnerable karstic-, shallow-, and bank filtered subsurface water resources indicates pollution from surface sources. Nitrate is found rarely in deep groundwater, near to the locations of the outcrop of water bearing strata. At these location potentially polluted shallow groundwater directly interact with the water bearing deeper layer and the process is accelerated by the depression induced by water abstraction. It is likely that, in addition to nitrate, other contaminants of surface origin (organic and inorganic micro pollutants and pesticides) might enter subsurface water resources. Nevertheless these components are not measured regularly at any site, although they are representing much higher hazards than nitrate (Table II.). Appearance of waters of surface origin in deeper layers, within periods shorter than 50 years, can be forecasted on the basis of tritium analysis. The tritium content of deep confined groundwater indicate that rainwater of younger than 50 year age have already reached the aquifers, due mostly to the effects of depressions caused by abstraction. * * * Charakterisierung der Qualität der Grundwässer im LandesmaBstab von Dipl.-Geophys, József DEÁK, Dipl.-Ing. Pál LIEBE und Dr.-Ing. Éva DESEŐ In Ungarn stellen die Grundwässer die Basis für über 90% der Trinkwasserversorgung dar. Etwa 6000 Brunnen liefern über 1 Mrd m 3/Jahr Wasser, dessen Qualität, im Landesmaßstab aufgrund der durch die Betriebe routine mäßig gemessenen 12 chemischen Komponenten charakterisiert wurde (Tabelle I.) Die Qualifizierung der geförderten Rohwassermengen erfolgte aufgrund der in der Trinkwassernorm vorgeschriebenen hygienischen Grenzwerte. Die diese Grenzwerte überschreitenden, für die einzelnen Wassertypen errechneten Durchschnittswerte wurden nur im Falle des Eisens, des Mangans und des Ammoniums ausgewiesen. Die Kennzahlen von Eisen und Mangan - und bei bestimmten Wassertypen auch von Ammonium - sind nicht nur im Hinblick auf ihre Durchschnittswerte, sondern auch hinsichtlich der Häufigkeit ihres Vorkommens bedeutend. Der chemische Sauerstoffbedarf und die mangelnde Härte (<50 mg/1 CaO) stellen bei den tieferen Schichtenwässern, der Nitratgehalt aber bei einigen Karst-, Uferfiltrat- und bodennahen Grundwassern Probleme dar (Bild 1.) Das Dargebot an bodennahem Grundwasser (Gj) deckt lediglich 5% der Trinkwasserförderung (Bild 2). Infolgedessen wird die landesweite Situation der Qualität des bodennahen Grundwassers durch die wasserchemischen Daten der der Trinkwasserversorgung dienenden Grundwasserbrunnen keinesfalls repräsentativ charalsterisiert. Der durchschnittliche Nitratgehalt letzterer Brunnen liegt nämlich lediglich bei 17 mg/1 wobei er bei nur 15% dieser Brunnen den Wert von 40 mg/1 überschreitet. Das Dargebot an uferfiltriertern Wasser /G p) ist größtenteils entlang der Donau zu finden und es liefert über 30% der Trinkwasserförderung des Landes (Bild 3). Im Durchschnitt kann die Qualität dieser Wässer, abgesehen von ihrem Eisen- und Mangangehalt, als gut bezeichnet werden (Bild 4). Das Karstwasser (G K) ist eines der am meisten verletzbaren Wasserdargebote. Trotzdem ist es, wegen seines äußerst niedrigen chemischen Sauerstoffbedarfs sowie Ammonium-, Eisen.-, Manganund Natriumgehalts unser Wasservorrat bester Qualität, auch wenn in einigen Regionen ein verhältnismäßig hoher Nitratgehalt verzeichnet werden mußte (Bild 5). Die Schichtenwässer (artesischen Wässer) (G R) stellen den am besten geschützten Teil des unterirdischen Wasserdargebots dar. Seine Komponenten natürlicher Herkunft (Ammonium, Natrium,