Vízügyi Közlemények, 1996 (78. évfolyam)

3. füzet - Hankó Z.-Starosolszky Ö.-Bakonyi P.: Megvalósíthatósági tanulmány a Duna környezetének és környékének fejlesztésére

Megvalósíthatósági tanulmány a Duna környezetének és hajózhatóságának fejlesztésére 317 — Die Flußregulierung hat die Bedingungen der Eisabfuhr wesentlich verbessert. Trotzdem bes­teht noch ein bedeutendes Risiko für die Entstehung eines Eispropfens unterhalb von Paks. — Der Großteil der Nebenarme ist vom Hauptarm - vollstädig oder teilweise — abgesperrt. Sie werden also von einer bescheidenen Wassermenge durchströmt, sind stark verschlammt und auch ihre Wasserbeschaffenheit ist schlecht. Dies gefährdet die Naturwerte sowie die Bedingungen der Uferfiltratsförderung, der Erholung und der Fischwirtschaft. — Die im Hauptarm durchgeführte industrielle Kiesbaggerung wie auch die Bauwerke der Fluß­regulierung haben die Kapazität der Uferfiltratsförderung beschränkt und die Qualität des geförder­ten Wassers verschlechtert. — Die durch die Flußbetterosion herbeigeführte Wasserstandessenkung hat in der letzten Zeit sowohl im Deichvorland als auch im geschützten Flutgebiet die mit der Austrocknung einhergehen­den Probleme erhöht, was auch durch den Rückgang des Ertrags der Wälder belegt ist. — An zahlreichen Stellen dieser Donaustrecke ist die Schiffahrt behindert. Die wassertiefe bei der Spitzenfurt überschreitet kaum die 1,9 m. — Es ist zu erwarten, daß nicht nur die an die herkömmliche Wasserstraße gestellten Anforde­rungen zunehmen, sondern — infolge der Eröffnung des Donau-Main-Kanals und der voraussichtli­chen Intensivierung des östlichen Handels —auch neue Transportanforderungen entstehen werden. Die für die unterhalb von Budapest liegende Donaustrecke vorgeschlagenen kombinierten Ent­wicklungsmaßnahmen sind die folgenden: — Keine der untersuchten Varianten wäre imstande, der Degradation des Flußbettes Einhalt zu bieten. Es müssen also allé Tätigkeiten eingestellt werden, welche die Flußbettdegradation beschleu­nigen, insbesondere die im Hauptbett stattfindende industrielle baggerung, die schwerwiegende Fol­gen für die industriellen Wasserentnahmen, für die Austrocknung des angrenzenden Geländes und für die ökologischen Umstände hat. — Eine erhaltbare Entwicklung der Werte/Resourcen des Stromes wird durch die gegenwärtige Wasserbeschaffenheit der Donau stark gefährdet. Die einzige Lösung dieses Problems bietet die Ent­wicklung der Abwasserentsorgung und- reinigung im unmittelbaren und im weiteren Einzugsgebiet. — Eine ökologische Rehabilitation/Revitalisation der Nebenarme wird ihre Wasserbeschaffen­heit und ihr Erholungspotential verbessern sowie das - in „Fisch" maßbare - Biomasse-Volumen erhöhen. Auch eine Erhöhung der Trinkwasserförderkapazität ist zu erwarten, wenn die Brunnen in den Wirkungsfeldem der dynamischen Nebenarme geteuft werden. — Da keine der untersuchten Varianten sich spürbar auf den mittleren Wasserstand auswirkt, wird sich die Austrocknung des angrenzenden Geländes und seiner wälder (Naturschätze) fortsetzen. — Für die Verbesserung der Schiffahrtsbedingungen bzw. zur Gewährleistung der erwünschten Abmessungen der Fahrrinne kann eine ständig wiederholte Baggerung und die an entsprechenden Stellen erfolgende Rückschüttung des Baggergutes empfohlen werden. Da das zu baggernde Mate­rialvolumen recht beträchtlich sein kann, sollte - im Interesse einer Kostenverminderung - strecken­weise die Möglichkeit der einspurigen Schiffahrt auch in Betracht gezogen werden. — Die einzweckigen Strategien (Umwelt- und Schiffahrtsstrategie) weisen beträchtliche Nach­teile im Hinblick auf die jeweils vernachlässigte andere Zielsetzung auf. So kann für die Durchfüh­rung nur die — beide Zielsetzungen berücksichtigende — kombinierte Strategie empfohlen werden. Sie sollte mit einer Flußbettbefestigung ergänzt werden, die einer gefährlichen Strombettdegradation und Wasserstandssenkung bei den Kühlwasserentnahmen vorbeugen würde. — Bei jeder Variante der kombinierten Strategie werden die Nutzen von den Kosten übertroffen. Die günstigste Variante sieht eine i.a. 180 m breite und 2,7 m tiefe Fahrrinne vor, die sich aber strec­ken-weise auf 100 m Breite (einspurig) verengt. Da die Machbarkeitsstudie methodologisch nur die auf die gegenwärtige Lage bezogene Ab­weichung (Erhöhung) berücksichtigt, muß der endgültige Inhalt der vorgeschlagenen Lösung als ei­ne Summierung der gegenwärtigen Lage und der dieselbe ergänzenden Vorschläge verstanden wer­den. Dies gilt sowohl für den technischen Inhalt als auch für die ökonomische Beurteilung.

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