Vízügyi Közlemények, 1995 (77. évfolyam)
3. füzet - Domokos Miklós: Az esetleges éghajlatváltozás és annak vízkészlet-gazdálkodási hatásai
370 Domokos Miklós sectors of the water management, as well: in the fields of inland navigation, hydropower utilization, flood defence, erosion control and sewerage (Figure 37.). It is the task of water engineers to make preparation with appropriate counter measures, such as the construction of new reservoirs and the introduction of water saving industrial and agricultural technologies etc, for the timely compensation of the impacts of potential climate changes. In designing such counter measures the planners should consider, according to the statement of the Hydrological Committee of WMO, "...the certainity of variability and the likeliness of variation (WMO, 1988). * * * Eventuelle Klimaänderung und ihre Auswirkung auf die Wasservorratswirtscliaft von Dr.-Ing. Dipl.-Math. Miklós DOMOKOS Es wird versucht, auf der Basis von etwa 180 fachliterarischen Mitteilungen (wovon ein Teil im Literaturverzeichnis aufgezählt wird) einen Überblick über die bis 1994 angesammelten Kenntnisse über eine eventuelle Klimaänderung und deren hydrologisch-wasserwirtschaftliche Auswirkungen zu bieten, bzw. daraus einige Schlußfolgerungen zu ziehen. Zunächst werden die bislang beobachteten oder nicht beobachteten Anzeichen einer Klimaänderung zusammengefaßt. Die CO,-Konzentration der Atmosphäre hat, nach Bild 2, seit der Zeit der industriellen Revolution, etwa um 27% und innerhalb dessen während der letzten 3 Jahzehnte um 13% zugenommen. So ist es schwer abzuschätzen, wann die i.a. als Eingabegröße der Modelle für Klimaänderung angenommene Konzentrations-Zunahine von 100% bzw. 300% (Szenarios 2x C0 2 bzw. 4 X CO,) eigentlich zu erwarten ist. Beispiele für den in den letzten Jahrzenten registrierten Gang der Lufttemperatur, des Niederschlagsregimes, des Oberflächenahflusses sowie der Schneeund Eismassen werden in den Bildern 4-14 gezeigt. Die Mehrzahl dieser Beispiele untermauert überzeugend die Festeilung eines zuständigen Ausschusses der Ungarischen Akademie der Wissenschaften {MTA 1991), laut welcher es „heute noch diskutabel ist, ob eine - durch die menschliche Tätigkeit verursachten Treibhauseffekt ausgelöste - Veränderung ties Klimas tatsächlich begonnen hat." Es werden die zur Abschätzung der erwartbaren hydrologischen Folgen einer Klimaänderung verwendbaren Methoden vorgeführt. Außer den - eher zur Veranschaulichung, als zu praktischen Vorhersagen geeigneten - paläoklimatischen (Bild 1 ) und neuzeitlichen klimatologischen Analogien sind die beiden hauptsächlichen Werkzeuge der Iinpaktschätzung: die allgemeinen Zirkulationsmodelle (GCM) sowie die autonomen hydrologischen Modelle (AHM). Der Hauptwerk der letzteren ist es: die mittels GCM im Globalmaßstab oder für bestimmte Breitezonen erhaltenen Parameter-Veränderungen in den Maßstab von Einzugsgebieten zu erlegen. Das schwerpunktmäßige Kapitel 3 des Beitrage zeigt die mit den verschiedenen GCM und AHM für die bei bestimmten C02-Szenarios ermittelten Veränderungen der Elemente des hydrologischen Kreislaufs erhaltenen numerischen Schätzungen (Vorhersagen), aufgeschlüsselt einerseits nach derZeit, andererseits nach Breitzonen (Bihler 16-32). Im allgemeinen kann festgestellt werden, daß die verschiedenen GCM - infolge ihrer unterschiedlichen Strukturen sowie der in ihnen angewandten unterschiedlichen Voraussetzungen, Vernachlässigungen und Vereinfachungen - sogar im Falle derselben (obwohl, wie gesagt, schon an sich recht unsicheren) Szenarios voneinander beträchtlich abweichende Ergebnisse liefern. Dies wird durch die Bilder 15 und 25 besonders plastisch veranschaulicht. Kapitel 4 bal'ßt sich schließlich mit den zu erwartenden wasserwirtschaftlichen Auswirkungen einer eventuellen Klimaänderung. Solche Auswirkungen werden in den Bildern 34 bis 36 besonders