Vízügyi Közlemények, 1992 (74. évfolyam)
1. füzet - Csipai Imre-Domokos Miklós-Jóna Zoltán-Körtvélyi Kálmán: A belvízkárok további mérsékléséhez szükséges intézkedések a kiskörei-tározó hatásterületén
40 Csipai I., Domokos M., Jóna Z. és Kört\'élyi K . At the present backwater level of 89.00 m.A.S. (meters above Adriatic Sea level) the following measures are recommended for reducing excess water damages: construction of some new pumping stations; reconstruction of the main excess water drainage canals, having been strongly deteriorated at certian locations; upgrading of the seepage canal and the gravel wells along with the construction of further still missing section of the canal (or replacing it by tile drainage). Finally the most important task was defined as the acceleration of the implementation of the delayed regional amelioration works (that includes tile drainage). The further contemplated increase of the headwater level by 1.50 m will hardly modify the lateral dimensions of the broader affected area, although longitudinally the area will be appreciably increased. The directly affected zone along the dykes will be considerably affected. These effects can be counteracted by providing drainage for further significant areas and/or by lengthening the seepage canals. Further considerable excess water control investments will be needed - in order to compensate the originally unfavourable natural conditions plus the effects of further increasing the headwater levels - in excess water drainage basins that will be newly connected to the affected area due to raising the headwater level. * • * Zur weiteren Verringerung der Vernässungschäden notwendige Maßnahmen im Wirkungsgehiet der Stauhaltung Kisköre von Dr.-Ing. Imre CSIPAI, Dr.-Ing. Dipl.-Math Miklós DOMOKOS, Dipl.-Ing. Zoltán JÓNA und Dipl.-Ing. Kálmán KÖRTVÉLYI Die Schlußfolgerung des ersten Teiles des vorliegenden Studie ( Csipai et al. 1991) war, daß die Kennzahlen des Vernässungsregimes, berechnet fürje eine längere Periode vor und nach der 1973 stattgefundenen Inbetriebsetzung der Satuhaltung Kisköre, im Durchschnitt des Wirkungsgebietes nicht signifikant voneinander abweichen. Der Großteil der im Wirkungsgebiet auch heutzeuge verzeichneten Vernässungsschäden ist also nicht dem Stau, sondern den auch vor der Errichtung der Staustufe ungünstigen Naturbedingungen zuzuschreiben. Natürlich sollten auch diese ungünstigen Erscheinungen weiter vermindert werden. Es war ein Fehler bei der Durchführung der Investition, da dies nicht rechtzeitig geschah. Die vorliegende Studie gewährt einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen, welche zur weiteren wirksamen Verringerung der im Wirkungsgebiet zweifelsohne noch immer zu verzeichnenden Vernässungsprobleme notwendig sind. Diese Maßnahmen werden sowohl für das im weiteren Sinne genommene (durch Einzugsgebietsscheiden begrenzte) Wirkungsgebiet, als auch für das sog, unmittelbare Wirkungsgebiet aufgezählt. (Das letztere besteht aus den im Durchschnitt 2 km breiten Streifen entlang der Auenseiten der beiderseiten Hochwasserschutzdeiche, wo das Vernässungsrisiko bereits vor der Errichtung der Staustufe bedeutend gewesen war.) Bei der gegenwärtig gehaltenen Stauhöhe von D V = 89,00 m ü.N.N. werden folgende Maßnahmen empfohlen: die Errichtung einiger neuer Pumpanlagen, die Erneuerung der vielerorts herabgekommenen Hauptpolderkanäle, Verbesserung des Sickerkanals und dessen Kiesbrunnen sowie Ausbau der noch fehlenden oberen Strecken des Sickergrabens (oder ihre Ersetzung durch Bodendränung) und schließlich die wichtigste Aufgabe: eine beschleunigte Verwirklichtung der bislang nur verzögert durchgeführten Gebietmelioration mit Dränung. Die als eine hypothetische zukünfte Alternative betrachtete Erhöhung des Stauniveaus um 1,50 m wird das im weiteren Sinne genommene Wirkungsgebiet in Querrichtung erwartungsgemäß kaum ändern, in Längsrichtung aber wesentlich vergrößern, wobei ihre Auswirkung besondere im unmittelbaren Wirkungsgebiet entlang der Deiche spürbar sein wird. Auf der letzge-