Vízügyi Közlemények, 1992 (74. évfolyam)
4. füzet - Pálfai Imre: Vízkészlet-gazdálkodás az Alföldön
374 Vízkészlet-gazdálkodás az A l földön Im Hinblick auf die klassischen Arbeitsmittel der Wasservorratswirtschaft (Wasserwirtschaftsbilanz, wasserwirtschaftlicher Längstschnitt) wird festgestellt, daß diese unter den Verhältnissen des Hügellandes mit freiem Abfluß noch eher wirksam angewandt werden können, während ihre mechanische und obligatorische Anwendung in der Tiefebene - wo die Großzahl der Wassernutzer das Wasser nicht den Gewässern selbst, sondern (Bewässerungs-) Kanälen, die aus letzteren gespeist werden, entnimmt - keineswegs als zweckmäßig betrachtet weden kann. Die in den für Flachlandbieten erstellen Wasserbilanzen stehenden Kennzahlen des Wassersargebots sind nämlich keine aus dem natürlichen Abflußprozeß abgeleiteten statistischen Werte, sondern durch Verwaltungsentscheidungen zentral bestimmte Quoten, demzufolge die Ergebnisse solvher Bilanzen meistens uninteressant ist. Der Verfasser vertritt die Ansicht, es sei nicht empfehelenswert, die Bewirtschaftung der Wasservorräte auf den Rang einer selbstständigen Tätigkeit zu erheben; sie sollte vielmehr lediglich als eine wichtige Komponente der allgemeinen Wasserwirtschaft behandelt werden. Deshalb wäre es auch nicht zweckmäßig, irgendwelche selbstständige, rezeptmäßig anwendbare Methodik der Wasservorratswirtschaft zu entwickeln, sondern es sollte vielmehr Ordnung der wasserwirtschaftlichen Entscheidungen festgelegt werden, in welche auch die Gesichtspunkte der Wasservorratswirtschaft, entsprechend gewichtet, eingebaut sind. Die Bestimmung der Prioritäten von Wassernutzern kann nicht mehr die Aufgabe der Wasserwirtschaftlichen Verwaltung sein. Im Zusammenhang mit den für die wasserwirtschaftlichen Entscheidungen benötigten Eingabe-Informationen wird auf die Unsicherheiten der an den Flachland-Flüssen durchgeführten Abflußmessungen und der internationalen Wasserdargebots-Aufteilungen, aud die Wechselwirkungen zwischen natürlichen Abflüssen und Wasserentnahemn sowie über die Mangelhaftigkeit der über die Wassernutzungen vorliegenden Daten hingewiesen. Es wird besonders auf den Energiebedarf der Befriedigung der Wasseransprüche eingegangen, welcher mittels Errichting von Staustufen, Anwendung wassersparender Technologien und aus den Wasserkraftwerken erfolgenden Energie-Nachschubes vermindert werden kann. Für den neuerdings erhöhten ökologischen Wert der Wasservorräte sowie dessen Gefährdung wird das Beispiel der Niedrigwasserperiode 1990 im Theiß dargestellt, während dessen eine ökologische Katastrophe der ungarischen Stauhaltungcn der Theiß nur mittels reichtzeitig angewandter, zielbewußter Änderungen der Betriebsordnung verhütet werden konnte. Es wird auch die Wichtigkeit der Heranziehung der Öffentlichkeit unterstrichen. Beispielsweise werden die Bekanntmachungen erwähnt, die im Zusammenhang mit der stattgefundenen erheblichen Verminderung des Wasservorrats im Zwischenstromland Donau-Theiß organisiert worden sind. Eis gelang dadurch, schwerwiegende Mißverständnisse zu beheben und für die geplanten wasserwirtschaftlichen Maßnahmen einen beträchtlichen Teil der Öffentlichkeit zu gewinnen. Abschließend wird darauf hingedeutet, daß die Methoden der Wasservorratswirtschaft ihren Zielen nur gerecht werden können, wenn die Bewirtschaftung der ober- und interirdischen Wasservorräte sowie deren quntitative und qualitative Aspekte gemeinsam behandelt werden und wenn der gesamte Problemkomplex - innerhalb des allgemeineren Rahmens der Umweltbewirtschaftung und der Wasserwirtschaft sowie der verschiedenen wassernutzenden Branchen - umfassend gelöst wird. Хозяйствоание водными ресурсами на Большой Венгерской Низменности д-р ПАЛФАИ Имре, дипл инженер Автор - в связи с исследованиями по усовершенствованнию хозяйствования водными ресурсами Венгрии, проведенными в ВИТУКИ (1991) - рассматривает проблемы, по хозОйствованию водными ресурсами, свойственные Большой Венгерской Низменности.