Vízügyi Közlemények, 1992 (74. évfolyam)

2. füzet - Domokos Miklós: A statikus összesítő vízgazdálkodási mérleg számítása időben ingadozó vízigény esetén

186 Domokos Miklós Berechnung der statischen summierenden Wasserwirtschaftsbilanz bei zeitlich veränderlichem Wasserbedarf von Dr.-Ing. Dipl.-Math. Miklós DOMOKOS Das einfachste Arbeitsmittel der wasservorratswirtschaftlichen Entscheidungsbegrün­dung ist die sog. statische - ein „eingefrorenes" Entwicklungsniveau postulierende ­summierende Wasserbilanz. Deren Theorie wurde in einer früheren Studie ( Domokos 1989) für den besonderen - obwohl in der gegenwärtigen ungarischen Praxis durchwegs vo­rausgesetzten - Fall zusammengefaßt, wo der als „Wasserbedarf' bezeichnete Arm der Wasserbilanz keine - oder doch nur eine vernachlässigbare - stochastische Komponente hat, also die Zeitfunktion des Wasserbedarfs - als weitere Annäherung - durch eine periodische Treppenfunktion ersetzt werden kann. Die vorliegende Studie - als Fortsetzung bzw. Ergänzung der zitierten früheren Arbeit ­sollte deshalb die Frage beantworten, wie eine statische summierende Wasserbilanz im Falle konstruiert werden kann, wenn der Wasserbedarfs-Arm kein konstanter Wert mehr ist, sondern um einen - auch weiterhin „eingefrorenen" - Erwartungswert zeitlich fluktuiert. Als Vorbeitung dazu, wird im Kapitel 1 der Studie zunächst ein Überblick über die Formeln (3), (4) und (5) gewährt, welche aus den Wasserverbrauchs-Zeitfunktionen h (t) der im Einzugs­gebiet zerstreut angesiedelten Wassernutzern die im Ausfluß - (Bilanz-) querschnitt meßbare resultierende, Wirkungsfunktion / (t) ableiten. Am Beispiel des ungarischen Einzugsgebietes der Theiß (Bilder 1 und 2) wird dann die praktische Anwendung der erwähnten Formeln nähergeb­racht. Kapitel 2 gewährt einen allgemeinen Überblick über die Formationen bzw. Indizes, die zur Charakterisierung des gleichzeitigen Vorkommens (der Konkomitanz) zweier Zufallsvariablen gebraucht werden können, undzwar über - die gemeinsame Frequenzfunktion (oder -tabelle) h (x, y) (Bild 3) - den Reimann' sehen Index R (X, Y) (Gl. (13)), dessen Aussagekraft diejenige des Korre­lationskoeffizienten г (X, Y) wesentlich übertrifft sowie - die deterministische Funktionsbeziehung Y = f (X), in deren Spezialfall eine der Variab­len konstanten Wert annimmt. In Kapitel 3 werden konkrete Beispiele obiger Formationen bzw. Indizes anhand des Theiß-Ein­zugsgebietes (Bild 1) für die Konkomitanz der Durchflußwerte ausgewählter Theiß-Querschnitte und des resultierenden Wasserverbrauchs der Hauptwasserentnahmen gezeigt (Tab. /., Bild 4). Die Art und Weise der Berücksichtigung in der Wasserbilanz von Informationen über die Beziehung zwischen Wasserdargebot und Wasserbedarf hängt vom jeweiligen Charakter dieser Beziehung ab (Kapitel 4): - Hat die Beziehung stochastischen Charakter, so kann das Ergebnis der Wasserbilanz ent­weder unmittelbar aus den Zeitfunktionen der beiden Bilanzarme (über EDV), oder aus der gemeinsam Frequenzfunktion, über die einfachen Formeln (22) oder (23), ermittelt werden (Bild 5). - Besteht zwischen den beiden Bilanzarmen eine Funktionsbeziehung unbekannter Form, aber bekannter Tendenz (monoton nicht-zunehmend), kann die auf den Dauerkurven der beiden Variablen basierende Wasserbilanz vorteilhaft angewandt werden (Bild 6). - Ist auch die Form der zwischen Wasserdargebot und Wasserbedarf bestehenden, akzep-

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