Vízügyi Közlemények, 1989 (71. évfolyam)

3. füzet - Starosolszky Ödön: A vízlépcsők hatása a jégjárásra

A vízlépcsők hatása a jégjárásra 385 duration and thickness of ice-sheets at this location may be at 100 days and 0.25 m, respectively, in extreme years. A manual for winter operation for the River Barrage at Gabcikovo, for the dam at Dunakiliti and for the River Barrage at Nagymaros - elaborated by VIZITERV (1987) - has been compiled by the author in Table VII. It is important that as soon as possible a minimum 0.10 m thick ice-sheet should be developed in the backwater reach. Under such conditions, energy can be produced according to any demand. The release of ice can be promoted by icebreakers and by a systematic motion of the gates. If accomplished, the barrage system will produce 7 different reaches over the problem stretch e.g. along the Hungarian stretch of the Danube. After completion of the system, ice-motion will be simulated by aid of a numerical model ( VITUKI 1988). Two time-series describing the passing of ice are presented in Figs. 21 and 22. Based on our first experiences in operation the manual for winter operation and the numerical model used to establish operational rules will be further refined and developed. * * * Die Auswirkung von Staustufen auf das Eisregime von Dr.-Ing. Ödön STAROSOLSZKY. CSc. Laufkraftwerke beeinflussen das Eisregime über Änderungen der Abflußregimes und der morphologischen Verhältnisse. So kommt das Eis im Oberwasser früher zum Stillstand und dauert länger, die Eisdecke im Stauraum wird dicker, während im Unterwasser sich weniger Eis bildet und seltener zum Eisstand kommt. Über eine zielbewußte Betätigung der Stauwehre kann auch der Eisstand beinflußt werden. Die Eis-Auswirkungen des an der Donau zu errichtenden tschechoslowakisch-ungarischen Staustufensystems Gabcikovo-Nagymaros wurden zuerst 1952 untersucht (VITUKI 1952). Danach wurden mehrere ungarische und slowakische Studien erstellt. Zuletzt wurde die Frage im Zusam­menhang mit den Umweltauswirkungen und dem Beobachtungssystem behandelt (VITUKI 1986, 1987, 1988). Die jüngsten Untersuchungen erstreckten sich auf die Gestaltung der Eisverhältnisse in den Stauräumen, auf die bei den österreicheschen Donaustaustufen gesammelten Erfahrungen, auf den auf die Wasserbeschaffenheit ausgeübten Einfluß der Eisdecke, auf die am betreffenden Donauabschnitt während der letzten 30 Jahre verzeichneten Veränderungen im Eisregime, auf die Begründung des Winterbetriebes des Staustufensystems, bzw. auf das Ordnen der zur Verfügung stehenden Referenzdaten. Außerdem wurden Modellversuche im Zusammenhang mit der Gestal­tung und dem Betrieb der Bauwerke durchgeführt, die sich auch auf den Eisablaß bzw. auf die Zurückhaltung des Eises erstreckten. Die ersten Eisbeobachtungen an der ungarischen Donau reichen bis 1818 zurück, während mit den im heutigen Sinne genommenen Netzbeobachtungen bereits 1851 begonnen wurde. Die Daten über Eiserscheinungen stehen aus mehreren Quellen zur Verfügung und wurden in verschiedenen Veröffentlichungen verarbeitet (z. B. VITUKI 1974, 1982). Für das vorliegende Thema ist die Verarbeitung von Horváth (1979) die wertvollste. Die Eiserscheinungen wurden verschiedenen statistischen Analysen unterzogen, wovon einige grundlegende Ergebnisse in den Bildern I bis 4 gezeigt werden. Die statistische Analyse weist darauf hin, daß das Eis an der Donaustrecke zwischen Preßburg und Mohács recht oft erscheint und es in 20 bis 60% der Jahre auch zum Eisstand kommt. Die längste Eisstandsperiode kann bis 100 Tage dauern. Die kennzeichnenden Daten wurden für die ausgewählten Pegelquerschnitte in der in Tab. I. mitgeteilten Form verarbeitet und werden in den Bildern 5 bis 7 dargestellt. Einige Kennwerte werden in den Tabellen II und III zusammengefaßt. Die während der letzten drei Jahrzehnte beobachteten Veränderungen der Eiserscheinungen,

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