Vízügyi Közlemények, 1988 (70. évfolyam)
4. füzet - Csermák Béla-Szalay Miklós: Vízkészlet-gazdálkodás a 80-as években
Vízkészlet-gazdálkodás a '80-as években 603 for years, if possible, for decades. The goal of this paper was to call attention to a basic condition in optimum reservoir operation: to the indispensable necessity of hydrographical data collection. As an example, a water regime analysis is presented by the authors worked out in the case of a reservoir located in the hilly region of Northern Hungary. Layout of the reservoir with a useful capacity of round 6 million m 3 —called the Reservoir of Lázbérc is shown in Fig. 1. Results gained by use of monthly observations are presented in Fig. 2 and in Tables II to VI. In this example, 10 percent of the reservoir inflow was inaccountable. It is probable that a smaller part of the deficit was due to losses in the reservoir itself, a larger part- maybe —to errors introduced in the measurements (measuring cross-sections are less suitable for accurate measurements in case of small discharges, calibration curve of the spillway was not up-to-date). At the end of the paper, a forecasting method (Fig. 3) has been presented on a sketch on a statistical sheet. The method is essentially a continuous summation of the monthly inflow values of a reservoir based on long-term observations. By using this aid, it is possible to gain information on any expected stored water amount of the summer period along with potential releases from the reservoir if the calculations were started at the beginning of the year's snowmelt. * * * Bewirtschaftung der Wasservorräte in den 80er Jahren von Dr.-Ing. Béla CSERMÁK. CSc und Dipl.-Ing. Miklós SZALA Y Die Verfasser der Studie vertreten die Ansicht, nach welcher es für die planmäßige Wasserwirtschaft, bzw. wasserwirtschaftliche Entwickling eines im hydrographischen Sinne Unterliegerlandes zwei grundlegende Voraussetzungen gibt, undzwar soll das betreffende Land - seine wasserwirtschaftlichen Beziehungen mittels internationaler Abkommen absichern (womit sich die vorliegende Studie nur kurz befaßt) und - sich von den Tätigkeiten der Oberliegerstaaten mittels Speicherwirtschaft wenigstens zum Teil unabhängig machen (was den Schwerpunkt der Studie bildet). Wasserspeicherungen (wie im übrigen i.a. die verschiedensten Arten der Abfluß- und Wasserbedarfsregelung) sind kostspielige Maßnahmen. Vor der Errichtung neuer Anlagen ist deshalb eine Untersuchung des Nutzungsgrades bzw. der optimalen Nutzbarkeit der bereits bestehenden Anlagen unbedingt notwendig. Um eine solche Untersuchung durchzuführen, muß man die wichtigsten Elemente des Wasserumsatzes des Rückhaltebeckens (Zufluß, genutzte und ungenutzte Abgabe, verschiedene Verluste, Speicherwasserstände) für mehrere Jahre, ja Jahrzehnte rückgängig kennen. Zweck der Studie ist es, die Aufmerksamkeit aus diese grundlegende Bedingung einer optimalen Speicherbewirtschaftung, namentlich auf die Unentbehrlichkeil der hydrographischen und wasserwirtschaftlichen Datenerhebung, zu lenken. Beispielsweise wird die an einem im nordungarischen Hügelland liegenden Speicher durchgeführte Wasserumsatzstudie vorgeführt. Der Lageplan dieses Speichers von Lázbérc, von rund 6 Mio m 3 Nutzinhalt, wird in Bild l gezeigt. Die aus monatlichen Dal en erhaltenen Ergebnisse sind in Bild 2 sowie in den Tabellen II. bis VI dargestellt. Mit rund 10 % der ganzen Wasserspeisung des als Beispiel vorgeführten Rückhaltebeckens konnte nicht abgerechnet werden. Es ist wahrscheinlich, daß der geringere Teil der fehlenden Wassermenge den Wasserverlusten aus dem Speicher, der größere Teil jedoch den Meßfehlern zuzuschreiben ist (die Meßquerschnitte der Oberflächengewässer sind für die Messung der kleinen Durchflüsse kaum geeignet und die Eichkurve des HochwasserÜberfalls wurde schon seit langem nicht wieder kalibriert). Die Studie wird mit einer auf statistischer Grundlage skizzierten Vorhersagementhode abge-