Vízügyi Közlemények, 1987 (69. évfolyam)

1. füzet - Licskó István-Zotter Katalin: Savas csapadék befolyásolta felszíni vizek tisztítási technológiájának módosítása

58 Licskó /. és Zotter К. investigations were performed during which attention was paid to the pH-reducing effect of atmospheric acid depasition while the needed amount of sodium-hydrogen-carbonate, or sodium­carbonate was determined to avoid harmful side-effects (Figs. 4 and 5). Acid depasition originating from the atmosphere is now the source of reduced pH-values primarily in springtime periods when the snow starts to melt. This is unfavourable for the technol­ogy of water purification and is harmful for the quality of the water supplied. The technology of purification should account for the temporarily unfavourable effects of atmospheric acid depasition. * * * Modifizierung der Aufbereitungstechnologie des vom saueren Niederschlag beeinflußten Oberflä­chenwassers von Dr. Chem. Phys. István LICSKÓ und dr. Biol. Chem. Katalin ZOTTER Die auf die Wasserbeschaffenheit ausgeübte ungünstige Auswirkung der atmosphärischen saueren Ausscheidung war vor fünfzehn bis zwanzig Jahren noch ein praktisch unbekanntes Problem. Infolge der im Lauf der siebziger Jahre stattgefundenen Änderungen entwickelte sich jedoch eine die Staatsgrenzen „nicht respektierende" Verbreitung der zur Versäuerung führenden Schmutzstoffe zu einem globalen Problem. In Ungarn wird die Umweltversäuerung z. Z. in einigen Regionen vor allem durch Schädigungen des Bodens und der Pflanzen angezeigt. Dank der geologi­schen und hydrogeologischen Eigentümlichkeiten des Landes kann eine nachhaltige Versäuerung seiner Oberflächengewässer und Grundwässer nicht nachgewiesen werden. Eine das Oberflächen­oder unterirdische Wasserdargebot schädigende Auswirkung der saueren Ausscheidung kann sich dort melden, wo das Säure-Abbindungsvermögen des Grundgesteins, des Bodens und der Vegeta­tion minimal ist und die Pufferkapazität (Wasserstoff-Karbonation-Konzentration, d. h. Alkalini­tät) des gegebenen Wassers bedeutend unter dem Landesdurchschnitt liegt. Die Verfasser haben nachgewiesen, daß die Alkalinität des Wassers der im Mátra-Gebirge für die Trinkwasserversorgung ausgebauten Rückhaltebecken (z. B. des Speichers Csórrét) wesentlich unter dem Landesdurchschnitt liegt (Bild 1, Tab. I.). Die geringe Pufferkapazität des Csórrét-Spei­chers sowie die für die Zusammensetzung der ungarischen Niederschlagswässer kennzeichnenden Meßdaten (Tabellen II und III) waren die Gründe dafür, daß die auf die Wasseraufbereitungstech­nologie ausgeübte Auswirkung der saueren Ausscheidung untersucht werden mußte. Die von Januar bis März 1985 durchgeführten Messungen ergaben, daß in dem auf das Einzugsgebiet des Csórrét-Speichers gefallenen Schnee die Konzentration der Schwermetalle nicht mehr vernachlässigt werden kann (Tabelle IV). Es wurde festgestellt, daß nach der Schneeschmelze in den verschiedenen Tiefen des Speichersees der pH-Wert des Wassers gut meßbar abgenommen hat (Tabelle VI). Die Verfasser haben untersucht, wie sich der pH-Wert verschiedener Oberflächenwässer infolge Säure-Zugabe ändert (Tabelle V) und haben zur Abschätzung der erwartbaren pH-vermin­dernden Fähigkeit der aus der Schneeschmelze resultierenden Säurebelastung verschiedene Berech­nungen durchgeführt. Die Berechnungen haben die tatsächlich gemessenen pH-Abnahmen gut angenähert. Im Laufe von in verschieden Oberflächenwässern durchgeführten Koagulations-Flockungsex­perimenten wurde festgestellt, daß infolge Zugabe einer zur wirksamen Klärung notwendigen Dosis von Klärstoff (Aluminiumsulphat) eine bedeutend größere Änderung (Verminderung) des pH­Wertes auftritt, als sie von der derzeitigen atmosphärischen saueren Ausscheidung verursacht werden könnte (Bilder 2 und 3). Besonders im über eine geringe Pufferkapazität verfügenden Wasser des Csórrét-Speichers kann eine außerordentlich große Verminderung des pH-Wertes und der Alkalinität vermerkt werden.

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