Vízügyi Közlemények, 1986 (68. évfolyam)

1. füzet - Dóka Klára: A karlsruhei térképek vízrajzi tanulságai

A karlsruhei térképek vízrajzi tanulságai 77 Hydrographical information taken from maps stored in Karlsruhe by Dr. K. DÓKA, (Miss) Archivist The author studied some important hydrographical maps from a collection in Karlsruhe during a study-trip of hers in the Federal Republic of Germany in 1984, organized on the recom­mendation of the Hungarian Fellowship Council by the curatory of the Friedrich Ebért Stifting in Bonn (Figs. 1-10). The delineation of rivers and lakes shows considerable development of these maps compared to contemporary civil cartographical workmanship. The accurate representation of larger, smaller rivers and lakes was carefully elaborated but perennial water logging was not taken care of. From some detailed maps, the most developed forms of the socalled cape-economy could be detected. Artificial capes were built by the riparian population upstream from the planned site to filter out pollution that could damage the flood-area under consideration. Canals interconecting the individual river branches were of special importance. They served to fill up fishing sites, reed and to foster navigation. Water was important from the point of view of strategy. Fortresses were built partly on river banks, and their trench-system sometimes was filled up by water taken from a nearby brook. Fortresses along the shores, however, had to be protected against the harms of floodwaters. * * * Hydrographische Auswertung der Karten von Karlsruhe von Dipl.-Archivar Dr. Klára DOKA Empfohlen von dem Ungarischen Stipendiatenrat, absolvierte die Verfasserin 1984 eine Stu­dienreise in der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen dieser Reise wurde ihr vom Kuratorium der FRIEDRICH Ebert Stiftung (Bonn) ermöglicht, die aus hydrographischer Sicht interessanteren Exemplare der zu Ungarn bezogenen Kartensammlung in Karlsruhe zu untersuchen (Bilder 1 bis 10). Die Darstellung von Flüssen und Seen zeigt auf diesen Karten, verglichen mit denjenigen der zivilen Kartographie, eine bedeutende Entwicklung. Bei der genauen Einzeichnung der kleineren und größeren Gewässer und Seen wurde sehr sorgfältig vorgegangen, doch wurden die zeitweiligen Ausuferungen nicht angegeben. Auf einigen Detailkarten sind entwickeltere Formen der Kanalbewirtschaftung zu erkennen. Die am Ufer lebende Bevölkerung hat die Kanäle im allgemeinen in einer der Wasserströmung entgegensetzten Richtung ausgegraben, damit ins Überschwemmungsgebiet bereits gefiltertes Was­ser gelangt und dort keine Schäden verursacht. Auch die Kanäle waren wichtig, die die einzelnen Flußarme miteinander verbanden und die, neben der Auffüllung von Fischereistätten und Röhricht­en, auch dem Wasserverkehr dienten. Das Wasser war auch von hoher strategischer Bedeutung. Ein Teil der Grenzfestungen wurde an Flußufern errichtet. Anderswo wurden die Wallgräben mit dem Wasser der in der Nähe verlaufenden Bäche gefüllt. Die an den Flüssen gelegenen Burgen mußten aber auch vor den Hochwässern geschützt werden. * • *

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