Vízügyi Közlemények, 1985 (67. évfolyam)

3. füzet - Ralovich Béla-Tóthné Jeges Sára-Kiss István-Braun György-Joó Ottó: A Balaton, a Zala és hat déli parti vízfolyás minőségének alakulása

A Balaton, a Zala és ha t déli parti vízfolyás vízminőségének alakulása 439 Veränderungen der Wasserbeschaffenheit des Balaton-Sees, des Zala-Flusses sowie weiterer sechs südlicher Zubringer des Sees von Dr.-Med. Béla RALOVICH, Kandidat der biologischen Wissenschaften, Dr.-Math. Sára TOTH -Jeges, Kandidat der soziologischen Wissenschaften, István KISS, György BRAUN und Dr.-Ing. Ottó JOÓ In den Jahren 1979 und 1983 wurden dem Zala-Fluß (bei Fenékpuszta), seches südlichen Zubringern des Balaton-Sees (namens Köröshegyi-Séd, Ordacsehi-árok, Keleti-bozót, Tetves-bach, Kanal von Imremajor sowie Westlicher Gürtelkanal bei der Hauptstraße Nr. 7), dem See selbst entlang des Ufers (bei Balatonberény, Fonyód, Balatonszemes und Zamárdi) und von der Seemitte (bei Balatonberény, Badacsony, Balatonakaii und Tihany) Wasserproben entnommen und deren chemische, physikalische und biologische Parameter (reaktives PO; ~ Gesamt-P, NO3 , Gesamt­N, CSB C r, BSB„ 0 2-Gehalt, pH, NO^, CA + +, Mg + +, NH4 , Na + , СГ, K + SO;-, HC0 3", gesamter gelöster Salzgehalt, Wassertemperatur, Anzahl der sich bei 20 °C und bei 37 °C vermehren­den Keime, Anzahl der sulfitreduzierenden Keime, Anzahl der Coliform-Bakterien, Anzahl der fäkalen Coli-Bakterien, Anzahl der fäkalen Streptococci) untersucht. Es wurde festgestellt, daß trotz den im Zala-Einzugsgebiet bisher durchgeführten Investitionen die Beschaffenheit des Flußwassers während der vergangenen 5 Jahre, im Hinblick auf eine gewisse Komponentengruppe, sich nicht verbessert, sondern noch eher verschlimmert hat. Diese Tatsache drängt zu einer möglichst baldigen Klarstellung der funktionellen Kapazität des Klein-Balaton­Speichers. Die Beschaffenheit des Wassers der sechs südlichen Zubringer hat sich während der vergange­nen Jahre in verschiedenem Maße und in verschiedene Richtungen geändert. Eine eindeutige, sich auf jede Komponente erstreckende Verbesserung wurde nirgends beobachtet. Bei dem Kanal von Imremajor konnte eine entschiedene Verschlechterung festgestellt werden. Diese Wasserläufe haben einen wesentlichen Einfluß auf die Beschaffenheit des Balaton-Wassers in der Uferzone, wo am meisten gebadet wird. Die vom südlichen Ufer anfallende Belastung könnte meritorisch nur mittels eines zum Seeufer parallelen und in den Sió-Kanal mündenden Shunt-Kanal ausgeschaltet werden. Die Daten der der Uferzone und der Seemitte des Balaton entnommenen Wasserproben wurden auch mit Hilfe der Faktorenanalyse untersucht. Bei den Uferproben wurden 10, bei den Proben aus Seemitte 7 Faktoren separiert. Aufgrund der Daten der letzten Jahre wurde festgestellt, daß sich im Leben des Sees, sowohl günstige, als auch ungünstige Tendenzen abzeichnen. Zu den günstigen Erscheinungen gehört die Abnahme des BSB 5, des CSB C r, des Gesamt-N, des gelösten Sauerstoffes, sowie der NH^-Konzentration. Diese Zeichen deuten auf eine Dämpfung des Eutro­phierungsprozesses hin. Damit mag auch die Zunahme der Ca + +- und der HCO3 -Konzentration zusammenhängen. Zu den ungünstigen Erscheinungen zählt die Konzentrationserhöhung an Ge­samt-P, NO3, SO;", Na + , СГ und K + . Die hygienische Disziplin hat sich im Balaton-Raum verbessert. In den Regionen des südlichen Ufers wurde für eine zwar provisorische, aber entsprechnede Unterbringung der gesaugten Abwäs­ser gesorgt. Die fäkale Belastung des Sees hat sich vermindert. Das kann aufgrund der Auswertung der bakteorologischen Untersuchungen festgestellt werden. Von den im Balaton-See vorkommenden Fadenpilzen wurden 134 Stämme isoliert, die 52 Species und 24 Geni repräsentieren. 11 Species und 1 Genus konnten bisher nur aus dem Seewasser nachgewiesen werden. Aus dem Wasser der südlichen Zubringer konnten 241 Fadenpilze isoliert werden, welche 75 Species bzw. 32 Geni zugeordnet wurden. Davon kommen 19 Species, die zu 8 Geni gehören, nur in diesen Gewässern var, während sie im Balaton-See nicht nachgewiesen werden konnten. Das bessere Kennenlernen des Ökosystems des Sees erfordert weitere Untersuchungen.

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