Vízügyi Közlemények, 1982 (64. évfolyam)

3. füzet - Botond György, Dobolyi Elemér, Gelencsér Péter, Györké Olivér, Jolánkai Géza, Szabó Sándor és Tóth László: A BALATON VÍZMINŐSÉG-SZABÁLYOZÁSA

400 le VII zusammengestellt. Die dem See zugeführte Nähr-, bzw. Schmutzstoffbelastung ist in Tabelle VIII zu sehen. Als Hauptergebniss dieser Untersuchungen kann die Feststellung angesehen werden, dass die in der Hauptsaison, im Sommer eingeleitete Belastung sowohl die Winterwerte, wie auch die ange­strebten Werte in der Regel wesentlich überschreitet. 2.22. Diffuser Zufluss von Schmutzstoffen von Dr. G. JOLÁNKAI Ein beträchtlicher Anteil der pflanzlichen Nährstoffe gelangt in den Balaton See aus dem Ein­zugsgebiet, durch den Wasserläufen oder mit dem direkten Zufluss (nicht-punktförmige, diffuse Schmutzquellen). Aufgrund der im Mündungsquerschnitt der zwanzig, den Balaton See speisenden Wasserläufe regelmässig durchgeführten Güteanalysen lässt sich der Nährstoffhaushalt von Jahr zu Jahr zusammenstellen (Tabelle IX). Mit dem Ziel den Nährstoffhaushalt günstiger zu gestalten wurden in zwei representativen Versuchsgebieten Untersuchungen über den Einfluss von Hochwasserwellen ( Bild 17) in die Wege geleitet (1981). Die quellenmässige Erfassung der dem See zugeleiteten Belastung stellt eine äusserst schwieri­ge und langwierige Aufgabe dar. Gegenwärtig wird die Nährstoffbelastung aufgrund der Fachlitera­tur entnommenen Angaben und der im gegebenen Umfang erreichbaren Messergebnisse, bzw. durch deren Kombination von der Forschung abgeschätzt (Bild 18). 2.3. Modellierung des Nährstoffhaushaltes von Dr. P. GELENCSÉR Das Grundkonzept bei der Formulierung des ökologischen Modells des Balaton Sees ist die Vorbereitung der Sanierungsentscheidungen zu ermöglichen, die Auswirkungen der alternativen Strategien auf die Beschaffenheit des Gewässers vorherzusagen und diese nach Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit abzuwägen. Die Forschungsarbeit wird vom Ungarischen Ausschuss für Systemanalyse zusammengefasst. Der ausländische Partner ist das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (Internatio­nal Institute for Applied Systems Analysis HASA, Laxenburg, Österreich). Von ungarischer Seite nehmen in dieser Arbeit die der Ungarischen Akademie der Wissenschaften angeschlossene For­schungsanstalt für Rechnertechnik und Automatisierung (Budapest), die Biologische Forschungsan­stalt (Tihany), ferner das Forschungszentrum für Wasserwirtschaft VITUKI teil. Die allgemeine Hierarchie der Modellstruktur ist aus Bild 19 ersichtlich. Die drei Submodelle sind durch zwei weitere Modelle (das hydrodynamische Transportmodell und das dreidimensionale biochemische Modell) miteinander verbunden. Das Eutrophierungsmo­dell, das die zeitlichen und räumlichen Veränderungen der Seewasserbeschaffenheit beschreibt, fasst sämtliche Teilmodelle in einem einheitlichen System zusammen. 3. Sanierungsmassnahmen am Balaton See 3.1. Verringerung der durch Kläranlagen verursachten Belastung von Gy. BOTOND Die Überbelastung der Kläranlagen bewirkt einen die Planwerte wesentlich überschreitenden Anstieg der hydraulischen, oder (hauptsächlich aus organischen Bestandteilen bestehenden) Schmutzstoffbelastung des Sees, wobei die beiden Arten meistens gleichzeitig auftreten. Die vorge-

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