Vízügyi Közlemények, 1982 (64. évfolyam)

2. füzet - Koppány György: TÍZNAPOS CSAPADÉK-ELŐREJELZÉSI MÓDSZER A MAGYARORSZÁGI VÍZGYŰJTŐTERÜLETEKRE

234 Koppány György The author has tested the foregoing predictors for their usefullness against the data of altogether 216 ten-day periods of the six years between 1971 and 1976. The linear correlation coefficient between the predictors and the precipitation index was found to be 0.3 to 0.4, thus the individual predictors provide no informa­tion on the magnitude of the precipitation index. The author has investigated subsequently whether the correlation according to Eqs. (4) and (5) between the prevailing wind direction and rainy weather can be used, or not for forecasting purposes (Figs. 4 to 10). He arrived at the conclusion that from the prevailing wind direction a forecast can be issued at the beginning of the 10-day period on the rainy character of the weather anticipated, thus on the most probable precipitation category. Using the method developed, the Central Forecasting Institute of the National Meteorological Service has issued regular operative precipitation forecasts since January, 1981. * * * Zehntägige ÎViedersehlagsvorhcrsagen für Einzugsgebiete in Ungarn von Dr. György KOPPÁNY Der Verfasser berichtet über ein Verfahren, das geeignet erscheint die Nieder­schläge über verschiedene Teile von Ungarn mit einer Frist von zehn Tagen zu prognostizieren. In Bild 1 sind die Gebiete dargestellt für welche Vorhersagen er­wünscht sind, ferner mit einer Horizontalen der Zeitraum (10 Tage) für welchen die Gültigkeit der Vorhersagen erweitert werden soll. Anstatt eines deterministischen Vorhersageverfahrens, das die genaue Angabe des Ortes und Zeitpunktes der verschiedenen meteorologischen Ereignisse ermöglicht, wurden statistisch-stochastische Zusammenhänge in Erwägung gezongen, mit denen bloss die allgemeinen Witterungsverhältnisse über einen Zeitraum von 10 Tagen vorhergesagt werden können. Im Interesse der zehntägigen Niederschlagsvorhersage teilte der Verfasser Ungarn in zwei Gebietskreise (Bild 2). Die Ganglinie der Jahressummen der Nieder­schläge zeigt Bild 3. Die Drittelwerte der zehntägigen Niederschlagssummen sind in Tabelle III, die Mittelwerte nach Bezirken und Monaten in Tabelle IV zusammen­gestellt. Die zehntägigen Niederschlagsvorhersagen wurden in drei Klassen, u. z. „wenig" (K), „mässig" (M) und „viel" (S) unterteilt (3-Kategorien Prediktand). Diese wurden mit je einem Niederschlagindex gekennzeichnet. Die Druckanomalie am Meeres­spiegel, die 700 mb spezifische Luftfeuchte und die Dicke der 700/1000 mb Schicht wurden als Prediktoren für die Niederschlagsvorhersage herangezogen. Die Untersuchung der Zeitverschiebung zwischen dem Prediktand und den Prediktoren erwies die Zweckmässigkeit wenigstens zum Teil vorhergesagte (d. h. quasi-synchrone), statt ausschliesslich beobachtete (d. h. asynchrone) Prediktoren in Ansatz zu bringen. Die obenerwähnten Prediktoren untersuchte der Verfasser auf ihre Brauchbar­keit mit den Angaben von insgesamt 216 10-Tage Perioden der sechs Jahre von 1971 bis 1976. Der lineare Korrelationskoeffizient der Beziehung zwischen den Prediktoren und dem Niederschlagindex zeigte Werte von 0,3 bis 0,4, d. h. die einzelnen Predik­toren sind zur Abschätzung der Grösse des Niederschlagindexes ungeeignet. Schliesslich untersuchte der Verfasser den Bestand einer für Vorhersagezwecke brauchbaren Beziehung zwischen der mit den Gleichungen 4 und 5 angegebenen vorherrschenden Windrichtung und der Niederschlagstätigkeit (bilder 4 bis 10). Danach kann die Intensität der Niederschlagstätigkeit, d. h. die warscheinlichste Niederschlagskategorie aufgrund der am Anfang der 10-Tagesperiode vorherrschen­den Windrichtung abgeschätzt werden. Das entwickelte Verfahren wird seit dem Januar, 1981 vom Zentralinstitut für Vorhersagen des Ungarischen Meteorologischen Dienstes zur Erarbeitung von opera­tiven Niederschlagsvorhersagen angewandt.

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