Vízügyi Közlemények, 1982 (64. évfolyam)

2. füzet - Kaurek Róbert és Szappanos Ferenc: A BALATON DÉLI VÍZGYŰJTŐJE ÉS A FELSZÍNI VIZEK MINŐSÉGE

A Balaton déli vízgyűjtője és a felszíni vizek minősége 219 Das südliche Einzugsgebiet des Balaton Sees und die Iteschaííenlieit der Obserfläcliengewässer von Robert KAUREK und Ferenc SZAPPANOS Die Wassergüte in den Zuflüssen vom südlichen Einzugsgebiet des Balaton Sees (Bilder 1, 2, 3) wurde untersucht und die Quellen der Schmutzstoffbelastung (Tabel­len I —IV) wurden erfasst, mit dem Zweck einen Wassergüte-Zielzustand aufzuzeich­nen. Die dazu erforderlichen Massnahmen zur Verbesserung der Gewässerbeschaffen­heit sind anschliessend erörtert. Diese Untersuchungen ergaben, dass der überwiegend grösste Teil der in den See gelangenen Schmutzstoffe aus den angrenzenden Moorgebieten stammt. Die von diesen zugeführte, auf die Flächeneinheit bezogene Belastung übertrifft grössen­ordnungsmässig die entsprechenden Kennwerte in den von weiter entfernten Teilen des Einzugsgebietes abfliessenden Gewässern. Während Hochwasserwellen wurden täglich, in anderen Perioden monatlich Durchflussmessungen vorgenommen und gleichzeitig Proben zur Bestimmung der Wassergüte eingeholt. Aus den Ergebnissen konnte festgestellt werden, dass — die Konzetration der Schmutzstoffe während der Hochwasserwellen grund­sätzlich die Abflussganglinie folgt (Bild 2), und — rund zwei-drittel der gelösten und Nährstoffe mit den Hochwasserwellen dem See zugeführt werden. Die Ermittlungen über die Herkunft der Verschmutzung erwiesen, dass ausser den konzentrierten Schmutzquellen (Bild 2), die diffuse, vom gesamten Einzugsgebiet herrührende Oberflächenbelastung eine äusserst bedeutende Rolle spielt. Diesbe­züglich tragen die zwei Hauptzweige der Landwirtschaft, u. zw. Pflanzenbau und Tierzucht die Hauptverantwortung. Bei der Bestimmung der Massnahmen zur Verbesserung der Wasserbeschaffen­heit wurden die folgenden grundsätzlichen Erwägungen angestellt: — Die Wassergüte des Balaton Sees wird weitgehend durch die menschlichen Einflüsse im Einzugsgebiet beeinflusst. — Der erforderliche Mittelwasserstand des Sees und der Bedarf der Wasser­nutzungen im Einzugsgebiet können durch im Einzugsgebiet zu erbauenden Speicher gewährleistet, bzw. befriedigt werden. Aufgrund der Ergebnisse konnte eindeutig nachgewiesen werden dass diese Speicher unter Voraussetzung einer entsprechenden Betriebsordnung einen wesent­lichen Beitrag zur Verbesserung der Wasserbeschaffenheit leisten könnten. Unter Berücksichtigung von fünf Gütekennwerten erarbeiteten die Verfasser einen Vorschlag für einen Zielzustand der Gewässerbeschaffenheit. Von den erforderlichen Massnahmen zur Verbesserung der Gewässerbeschaffen­heit wird die Wassergüteregulierung durch Speicherung als ausschlaggebend erachtet, und dementsprechend wurde im südlichen Teil des Einzugsgebietes der Ausbau von zwölf Speichern mit einer Gesamtoberlläche von rund 40 km 2 und einem Gesamt­volumen von 76 Mill, m 3 vorgeschlagen (Bild 4, Tabelle V).

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