Vízügyi Közlemények, 1979 (61. évfolyam)

3. füzet - Kovács György: A korszerű vízrajzi munka alapelvei. I. rész: A vízrajz célja, feladatai és az adatgyűjtő hálózat kialakítása

A korszerű vízrajzi munka. I. rész 371 — Aufgrund der Daten der bedeutenderen Wasserläufe (mit Einzugsgebieten über 5 — 6000 km 2) müssen die längsschnittmässigen Veränderungen aller sich in ihren Betten abspielenden Transportprozesse (Durchfiuss, Eisregime, Luft und Geschiebe, gelöste Stoffe und Verschmutzungen) charakterisiert werden. Demzufolge muss vor allem angestrebt werden, dass in der Umgebung der Mündung jedes bedeutenderen Nebenflusses (undzwar auf den beiden Zuflussarmen und im gemeinsamen Ausfluss­querschnitt) eine kontinuierliche Beobachtung gesichert wird. Die übrigen Stationen sollen zwischen den somit ausgebildeten Knotenpunkten untergebracht werden. — Ähnlicherweise müssen auch mit den Daten der Kleinwasserläufe der Berg­und Hügellandschaften linienmässige Transportprozesse charakterisiert werden. Demzufolge kann es als Richtlinie gelten, dass Einzugsgebiete identischer Natur­gegebenskeiten ausgewählt werden müssen, für welche die Abhängigkeit der hydrolo­gischen Parameter unter Verwendung der an 10 bis 15 Stationen gewonnenen Daten ermittelt werden muss. — In der Tiefebene muss — anstatt der Einzugsgebiete der Kleinwasserläufe — die Wasserförderung der einen künstlichen Abflusss gewährenden Kanalsysteme cha­rakterisiert werden. — Eine gebietliche Charakterisierung kann sinngemäss für Einzugsgebiete über 50—100 km 2 erfolgen. Zur hydrologischen Charakterisierung kleinerer Einzugs­gebiete können die Repräsentativgebiete verwendet werden, deren Aufgabe eine mittels detaillierter Messungen erfolgende Erschliessung der Gesetzmässigkeiten der lokalen Prozesse ist. Es soll angestrebt werden, dass auf jeder hydrologischen Gebiets­einheit jeweils eine solche Station funktioniert. — In durch menschliche Eingriffe beeinflussten hydrologischen Systemen — wobei Ungarn heutzutage schon ausschliesslich über solche Einzugsgebiete ver­fügt — können die in der natürlichen Umwelt beobaclitenten Daten an sich schon nicht mehr bewertet werden; man muss auch die Anknüpfungspunkte zwischen dem Wasserkreislauf in der Natur und der menschlichen Gesellschaft kennen. Demzufolge sind auch die Daten der Wasserentnahmen und der Wasserleitungen wichtige Ele­mente des wasserwirtschaftlichen Informationssystems. — Die das Regime der Seen und Speicher beobachtenden Stationen müssen ausser den Transportprozessen auch die für die Speicherung, für den längeren Aufent­halt des Wassers charakteristischen Daten (Verdunstung und Einsickerung, Auflan­dung, Qualitätsveränderungen, usw.) verzeichnen. An den grösseren Seen soll demge­mäss jeweils ein Zentrum der Datensammlung gegründet werden. — Das Grundbeobachtungsnetz des Niederschlags und der übrigen atmosphä­rischen Erscheinungen (Temperatur, Dampfgehalt, Radiation, Wind, usw.) gehört zum Landesdienst für Meteorologie. Es soll angestrebt werden, dass die zwecks Betriebssteuerung und Forschung durch den Wasserwirtschaftlichen Dienst ge­messenen atmosphärischen Daten mit den Beobachtungen des Grundnetzes zusammen kontrolliert und primär verarbeitet werden. Nur die bereits verarbeiteten, zeitlich und gebietlich integrierten Informationen sollten hernach in das wasserwirtschaftliche Informationssystem übernommen werden. — Der Dampffluss kann nicht unmittelbar gemessen werden. Deshalb muss man danach streben, eine bedeutende Komponente des natürlichen Wasserhaushalts, die aktuelle Verdunstung, unter Anwendung mehrerer Messmethoden anzunähern. Die­sem Zweck dienen die regionalen Stationen, deren Hauptaufgabe die Beschreibung der zwischen der Atmosphäre und dem Grundwasserspiegel sich abspielenden hydrologischen Prozesse (Interzeption, Strömung und Speicherung der Bodcnfeuchte, vertikale Erneuerung und Anzapfung des Grundwasservorrats) ist. Die Dampfauf­nahmefähigkeit der Luftmasse kann mit den Messdaten der Verdunstungskessel cha­rakterisiert werden, falls die störende Wirkung der horizontalen Energieadvektion eliminiert oder mittels Berechnung berücksichtigt werden kann. Zwecks Ermittlung der totalen aktuellen Evapotranspiration müssen die Komponenten der Energiabilanz gemessen werden. Zwar liefern über diesen Prozess die Lysimeter die meiste und zu­verlässigste Information, kann der Ausbau eines Lysimeternetzes, wegen der hohen Kosten des Ausbaus und Betriebes, nicht empfohlen werden: man sollte sich auf einige Stationen beschränken. Die zuletzt erwähnten Parameter verändern sich gebietlich nicht kontiunierlich, sondern mosaikenartig, weil auch ihre Einflussfaktoren 3'

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