Vízügyi Közlemények, 1974 (56. évfolyam)

2. füzet - Barna Aladár-Danicska Lajos-Nagy László: A Gabcsikovo-nagymarosi vízlépcső hatása az európai víziútrendszerre

290 Barna A.—Danicska L.—Nagy L. Wirkung der Wasserstule Gabesikovo —Nagymaros auî das europäische Wasserstrassen-System Dipl. Ing. A. Barna, Dr. Ökonom L. Danicska und Dr. Ing. L. Nagy Infolge der internationalen Integration und Kooperation wird die Menge des Warentransportes stark gesteigert. Dadurch wird des Wassertransport — wegen seinen günstigen Eigenschaften — wieder neu in Vordergrund gebracht. Diese Feststellung kann dadurch bewiesen werden, dass zum Beispiel die Menge der auf der Donau transportierten Waren zwischen 1960 und 1971 verdoppelt wurde, aber auch durch die bei den grossen internationalen Wasserstrassen in Betrieb gesetzten Investitionen. Unter den Entwicklungsarbeiten der Wasserstrassen ist mit Rück­sicht auf die internationalen Einwirkungen der Bau des Rhein — Main —Donau­Kanals eine der wichtigsten, welche die wichtigsten industriellen Gebiete von West-, Mittel- und Ost-Europa verbindet, doch auch die Gestaltung von weiteren Ver­bindungen ermöglicht ( Abb. 1). Eine Grundbedingung für den wirksamen Betrieb des zu gestaltenden Wasser­strassensystems ist, dass die Wasserstrassen aufgrund von einheitlichen technischen Kennzeichen und Betriebsvorschriften gebaut werden. Die entsprechenden Kenn­zeichen der Donauwasserstrasse können durch den Ausbau des Wasserstufen­systems Gabesikovo — Nagymaros verwirklicht werden ( Abb. 2 und 3). Die verbess­erten Wasserstrassen-Kennzeichen werden nach dem Ausbau des Wasserstufen­Systems für die internazionale Schiffahrt recht günstig sein. Diese Vorteile sind die Folgenden: — Die nutzbare Schiffahrt-Saison wird um ungefähr 40% grösser. — Es wird eine bessere Ausnutzung des warentransportierenden Schiffsparkes durch die Eliminierung von flachen Furten ermöglicht. — Die Verminderung der Wassergeschwindigkeit steigert die Wirksamkeit der Schleppzugkraft. — Es wird die Verwendung von Stoss-Schteppern auch auf diesem Abschnitt ermöglicht. — Die Obenerwähnten vermindern die spezifischen Selbstkosten (Warentonnen­kilometer) der auf dieser Wassersirasse verkehrenden Schiffe und ermöglichen die Steigerung der Transportleistung der Schiffahrt um fast 200% (Abb. 4). Die verschiedenen Donauländer und in der Donauschiffahrt teilnehmenden anderen Länder gemessen diese Vorteile proportional mit ihrer Teilnahme in dem Verkehr; dies gilt in grösserem Masse auf jene, welche auch heute schon über mo­derneren Schiffspark verfügen. Solche Länder sind zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland auf der Rhein und die Sovietunion auf der Donau. Nach der Eröffnung des Rhein—Main —Donau-Kanals soll man aber mit der quantitativen Steigerung der Transportleistun gen von sämtlichen Donauländern rechnen.

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