Vízügyi Közlemények, 1973 (55. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
(108). PLANUNG DES AUSMÜNDUNGSBAUWERKES DES FLUSSES SIÓ UND EINIGE MIT DER PLANUNG ZUSAMMENHÄNGENDEN FRAGEN DER BAUAUSFÜHRUNG László Huszár, Elek Markó, Frau Nagy und Endre Zsilák (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 377) Der Fluss Sió verbindet den See Falaton mit der Donau. Der Abfluss vom Balaton wird mit Schleuse geregelt. Das Tal des Flusses Sió war bis zum Jahrhundert XVIII Moor. Der Wasserlauf wurde bis 1825 erstmalig geregelt und seitdem stetig entwickelt. Der Fluss Sió soll beim gegenwärtigen Zustand der ungarischen Wasserwirtschaft den folgenden wasserwirtschaftlichen Aufgaben entsprechen: — Regelung des Wasserslandes des Balaton zwischen zulässigen Grenzen, — Sicherung der Schiffahrt zwischen dem See Balaton und der Donau, — Entwässerung des Siótales und Befriedigung der Wasseransprüche für Irrigation, — Schaffung der Hochwassersicherheit der im Flutraum liegenden Gebiete, — Lieferung der zu industriellen Zwecken notwendigen Wassermengen. Die oberste geplante Staustufe ist seit 1947 bei Siófok im Betrieb, während die unterste, das Ausmündungsbauwerk des Sió jetzt gebaut wird ( Abb. 1 und 3). Das Ausmündungsbauwerk Sió soll sie eisigen Hochwasser der Donau ausschliessen, bzw. die Höhe der eisigen Hochwasserstände auf dem unteren Flussabschnitt des Sió vermindern. Weitere Aufgabestellungen: — Sicherung eines konstanten gestauten Wasserstandes, — Verminderung der Wassermenge des wegen der Schiffahrt notwendigen Wasserablasses aus dem Balaton, — Gestaltung eines Wintersicherungsortes für die Schiffe, — Sicherung der Bedingungen für das Anlegen einer Werft neben dem Sió-Kanal. Das sich im Flutraüm etwa 3 km von der Donaumündung entfernt im Bauzustand befindende Ausmündungsbauwerk (Abb. 3 und 4) entspricht gemäss den erwähnten Ansprüchen den beiden Zwecken: Stauwerk gegen den Fluss Sió und Dammtor gegen die Donau. Die beiden wichtigsten Anlagen des Ausmündungsbauwerkes Sió sind die Folgenden: — der das Siótal schützende neue Hochwasserdamm (s. 1 auf Abb. 3) mit der Verfiillung des Flussbettes, — das die Ableitung des Siówassers sichernde Stauwerk mit Schiffsschleuse und Flussbettdurchstichen an der Ober- und Unterwasserseite (s. 2, 3 auf Abb. 3). Das Ausmündungsbauwerk besteht aus einem Stauwerk von 13,5 m Spannweite und einer Schiffsschleuse von 13,5x95 m nützlicher Grundfläche ( Abb. 4). Ein Kennzeichen des Bauwerkes ist, dass es ohne Trennfuge gebaut wurde ( Abb. 5). Das Stauwerk wird mit Segment-Verschlusskörper versehen (s. Abb. 7). Der obere Kopf der Schiffsschleuse kann mit einem Hubtor von Bolladen-Tafeln, während der Untere mit zwei Stemmtoren verschlossen werden. Eines von diesen ist das sog. Schiffahrts-Stemmtor, welches den Schiffsdurchgang bis zu dem höchsten fahrbaren Wasserstand der Donau in jenen Fällen sichert, wenn der gestaute Wasserstand des Sióflusses über dem Donauniveau steht; das andere ist das sog. HochwasserStemmtor, welches zur Ausschliessung der eisigen Hochwasser der Donau dient (s. Abb. 8-15). Liegt der Donauwasserstand unter dem stetigen Stauniveau, so wirkt das Ausmündungsbauwerk als Stauwerk. Liegt jedoch der Donauwasserstand über dem Stauniveau, so soll der Verschlusskörper des Stauwerkes vollkommen herausgehoben werden.