Vízügyi Közlemények, 1970 (52. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(43) KURZBERICHTE UND REFERATE 1. E. Juhász, Dipl. — Ing.: Die Anwendung der Luflphologrammetric in der Wasserwirtschaft (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 232). Dank ihrer reichen Informationsgehalt und der direkten Anwendbarkeit der gewonnenen Längenmasse sind die photogrammetrischen Karten im Maßstab 1:5000 für wasserwirtschaftliche Zwecke am meisten geeignet. Die Anordnung der not­wendigen Orientierungspunkte zeigt Bild 1, während Tafel I über dessen Anzahl Auskunft liefert. Uferlinien lassen sich mit Hilfe eines Stereoscopes abzeichnen und es bleibt nur eine Nivellierung der identifizierten Punkte übrig. Die Vermessung grösserer Geländeabschnitte mit Bodenpersonal ist kostspieliger als mittels Luft­photogrammetrie. Die Orientierungspunkte am Boden lassen sich mit Kunststoff­platten in wirtschaftlicher Weise bezeichnen. Für Höhenmessungen grosser Genauigkeit sind Luftbilder notwendig die aus 200 m nicht übersteigender Höhe aufgenommen worden sind. Wegen der Bild­wanderung können solche aus einem Flugzeug nicht aufgenommen werden. Auf­nahmen aus einem Helikopter, mit einem Weitwinkelobjektiv sehr kurzer Brenn­weite aufgenommen könnten dazu dienen die Höhen einzelner Geländepunkte zu bestimmen und die Spiegellage mit der gewünschten Genauigkeit rasch fest zu halten. Dazu und zur Erarbeitung eines geeigneten Auswertungsverfahrens sind noch weitere Versuche notwendig. Ergänzungsaufnahmen und einzelne Bilder lassen sich günstig mit Hilfe einer Hasselblad Handkamera aus einem Helikopter, oder Fesselballon aufnehmen. 2. Gy. Bognár, Dipl. — Ing.: Die Staustufe Yallabrègues, ein weiterer Schritt im Ausbau des Rhône Flusses (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 242). Die Kette der Staustufen zur Nutzung der Wasserkraft des Rhône Flusses er­hielt ein neues Glied, das Seitenkanal-Kraftwerk Vallabrègues ( Bild 1 ). Das Stau­wehr zeigt Bild 2. Der Oberwasserkanal ist 3 km lang und hat eine mittlere Tiefe von 15 m. Das Kraftwerk ist mit sechs Rohrturbinen von 415 m 3/Sek Schluckfähigkeit ausgestattet, die eine Leistung von 210 MW abgeben. Ein Entlastungsbauwerk mit zwei Öffnungen ist neben dem Kraftwerk angeordnet. Die Schiffschleuse ist 195 m lang bei einer Breite von 12 m. Zur Entwässerung der Baugrube für das Kraftwerk wurde von der Fa. Solétanche eine plastische Sperrwand gebaut. Weitere mit dem Bau der Staustufe zusammenhängende Arbeiten waren die LTmleitung des Gard Flusses die ins Unterwasser einmündet, der Bau von Schutz­deichen mit den anschliessenden Sammelkanälen, ferner von neuen Strassen. Die Staustufe wurde am 14. Jänner, 1970 in Betrieb gestellt. '.}. Gy. Gajárszky: Schläuche als Notdeiche (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 251). Schlauchdeiche lassen sich im HochwaSserSchutz als Kronendeiche und andere Sperren kleiner Höhe anwenden. Im Vergleich mit den herkömmlichen Deichbau­stoffen haben Schläuche den wesentlichen Vorteil, daß sie wegen ihres geringen Platzbedarfes leicht zum Transportieren sind. Schlauchdeiche lassen sich sehr schnell errichten, ihre Aufbewahrung und Lagerung ist einfach und sie bedürfen keiner besonderen Wartung. Schläuche allein sind für Deiche ungeeignet, da ihre Wasserdichtigkeit nicht ausreichend ist, und da sie durch den einseitigen Wasserdruck verschoben werden. Um diese Bewegung zu verhindern müßen die Schläuche an ihrer Luftseite mit Hilfe von Sandsäcken (Bild 6), oder in den Boden geschlagenen Pflöcken gestützt werden. Die Wasserdichtigkeit kann man mit auf der WasserSeite durch Sandsäcke belasteten Folien (Bild 6) herstellen. Der notwendige Innendruck in den Schläuchen ist das Zwei- bis Dreifache der Nennweite des Schlauches.

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