Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(118) geschätzt für 1975 sind 447,65 und 26 Millionen m 3 pro Jahr. Somit ist der Anstieg der Karstwasserentnahme, die Produktion im Jahr 1959, als 100% genommen, während 15 Jahre 270%. Dieser Anstieg ist mit neuen Anlagen (Gruben, Wasser­werke, Bäder, usw.) verbunden, deren Investitionskosten in bedeutendem Maß von den Ergebnissen der Forschung abhängig sind. Das Hauptziel der Forschung ist die Untersuchung der Bewegungserscheinungen des Karstwassers. Im ersten Abschnitt werden die Karstgebiete von Ungarn ( Abb. 1 ) beschrieben, ein typisches Profil davon zeigt Abb. 2. In Ungarn lassen sich 5 karstische Gebietsein­heiten unterscheiden (s. Abb. 1), deren Zusammenhänge bis jetzt nur ungenügend geklärt sind. Von den verschiedenen Karstwasser führenden Horizonten ist das in den oberen Triaß Kalkstein- und Dolomitformationen vorkommende Karstwasser von größter Ausbreitung und Bedeutung. Für Zwecke der vorliegenden Unter­suchung wurden die Wasseradern dieser Gesteine in fünf Gruppen unterteilt: tekto­nische Linien und die dazugehörenden zertrümmerten Zonen, Spalte ohne Bewegung, Strömung entlang Schichtengrenzen, karstische (durch Herauslösen entstandene) Leitungen geringer Abmessung, Systeme von Höhlen und Kavernen. Im zweiten Abschnitt werden die Druckverhältniße des Karstwassers behandelt, und zwar werden solche mit freier Oberfläche und unter Druck stehende unterschie­den. In der Budapester Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft werden z.Z. (Anfang: 1969) Angaben über 300 Karstwasser-Beobachtungsbrunnen laufend registriert. Die Dynamik der Karstwassersysteme mit einem freiem Spiegel wird von folgen­den Faktoren beeinflusst : Einsickerung und natürlicher Abfluss, Topographie der Oberfläche, geologische Struktur, langfristige periodische Schwankungen der meteoro­logischen Verhältniße und die Tideerscheinungen in der Erdkruste. Die Druckver­hältnisse in unter Druck stehenden Karstsystemen werden bestimmt durch : hydro­statische Druckschwankungen, Temperatur und chemische Zusammensetzung des­Wassers. Spiegelschwankungen und Änderungen der Druckverhältnisse werden jedoch ausschlaggebend vom Menschen, durch seine künstliche Entnahme beein­flusst. Die Schwankungen des freien Wasserspiegels in einem ungestörtem Gebiet zeigt Diagramm ,,a" des Bildes 5, während Kurve ,,b" die Spiegelschwankungen in einem durch Entnahme gestörten Gebiet darstellt. Äus Bild в sind die Schwankungen des Karstwasserspiegels in einem Gebiet des Transdanubischen Mittelgebirges vor Beginn der Grubenwasserförderung (1959) und 3 Jahre danach ersichtlich. In Abschnitt 3 werden die Ergebnisse der Forschungen über die Erneuerung des Karstwassers dargestellt. Für die Ermittlung der aus dem Niederschlag stammenden Wassermenge wurde ein Verfahren entwickelt, deren graphische Lösung mit Hilfe des in Bild 8 gezeigten Diagrammes erfolgt. Im Zusammenhang mit Bild 9 wird die Ermittlung des „Einsickerung-Indexes" für verschiedene Gesteinsarten beschrieben. Im vierten Abschnitt wird die Methode zur laufenden Registrierung der geförderten Wassermengen geschildert. Die Aufzeichnungen erstrecken sich auf mehr als 1000 Quellen über 15 Jahre, während die durch Gruben und Wasserwerke aus 200' Stellen geförderten Wassermengen seit 8 Jahren aufgezeichnet werden. In Abschnitt 5 werden die über die Strömung des Karstwassers angestellten Untersuchungen und Versuche geschildert. Die durch Entnahme aus einem Karst­wasserraum hervorgerufenen Druck- und Strömungsverhältnisse veranschaulicht z.B. Bild 10, wo durch mehrere Entnahmen aus ein und demselben Netz von Rissen im gemeinsamen Depressionsfeld verschiedene Wirkungsfelder entstanden sind. Die Bewegung des Wassers in Spalten und Rissen wurde im Modell untersucht. Der Einfluss der einwirkenden Kräfte wurde in einem fiktiven Spaltsystem mit verschiedener Spaltweite in der Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft ermittelt.

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