Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(80) DIE KOAGULATION UND DIE HOLLE DER KOAGULATIONS­HILFSMITTEL IN DER WASSERAUFBEREITUNG von L. Bulkai und Dr. Z. Körös (der ungarische Text befindet sich auf Seite .'539) Die Vorgänge, die eine Aufbereitung des Wassers ermöglichen, spielen sich an der Oberfläche der eine Verschmutzung verursachenden Schwebstoffe ab. Die ein­ander gegenseitig abstossenden Schmutzstoffe tragen negative Ladungen, von den die aus den Zusatzsalzen sich frisch bildenden Metallhydroxiden gebunden werden. Diese positiven Metallhydroxide werden durch natürliche Vorgänge weiter abgeän­dert, bis sich schliesslich neutrale Flocken bilden, in denen die Schmutzstoffe bereits abgebunden sind. Dieser sogenannte perikinetische Vorgang wird nun durch einen ortokinetischen abgelöst, wobei die neutralen Flocken durch eine Mischeinwirkung einander angenähert werden, wodurch die Massenanziehungskräfte wirksam werden und sich grössere und schwererere Flocken bilden. Der normale Ablauf dieser Vor­gänge ist an chemischen und physischen Voraussetzungen gebunden: ein entsprechen­der pH Wert, Gehalt au Hvdrokarbonaten, Anionén, eine entsprechende Tempera­tur und Schwebstoffkonzentration. Im Bedarfsfall müssen diese, je nach Möglichkei­ten, künstlich so abgeändert werden, dass ein günstiger Wirkungsgrad gewährleistet sei. Unter gewissen Umständen, in erster Linie im Winter, wenn durch den Zusatz von Metallsalzen der gewünschte Reinigungsgrad nichL erreicht werden kann, müs­sen Hilfsmittel dem Wasser zugegeben werden. Diese bestehen aus Polyelektrolyten, die in ihrer Mehrzahl eine anionische, negative Wirkung ausüben. Werden diese kurz nach den Metallsalzen dem aufzubereitenden Wasser zugegeben, dann sind sie in der Lage, die noch positiven Metallhydroxide abzubinden und die Flockenbildung zu beschleunigen. Die kationisch wirkenden Hilfsmittel können auch ohne Metall­salze angewendet werden. Im Budapester Laboratorium der Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft wurden Versuche durchgeführt, deren Ziel die Aufbereitung des aus dem Soroksärer Donauarm gewonnenen Wassers mit Koagulationshilfsmitteln war. Als Grund­Koagulationsmittel gelangte Aluminiumsulfat zur Anwendung. In den Versuchsrei­hen wurden aktiviertes SiO,, Karboxi-Methylzellulose Polyakrilamid und Natrium­alginat verwendet. Die Wirksamkeit der Ausflockung wurde durch optische Messung der relativen Trübheit bestimmt. Die günstigste Dosierung der verschiedenen Che­mikalien wurde einzeln ermittelt, wonach die einzelnen Chemikalien untereinander verglichen worden sind, wobei jede in der optimalen Dosierung dem Wasser zugege­ben wurde. Versuche wurden für winterliche sowohl wie auch sommerliche Verhält­nisse durchgeführt. Die Messwerte wurden dadurch für Wassertemperaturen von 20° С und 0° С ermittelt. Die Ermittlung der optimalen Dosierung des aktivierten Si0 2 bei diesen beiden Wassertemperaturen ist aus Bildern 9 und 10 ersichtlich. Kurven ähnlicher Form wurden auch für die übrigen Chemikalien ermittelt. Der Vergleich der verschiedenen Chemikalien zeigen Bilder 11 und 12. Wie aus diesen ersichtlich, erwies sich das aktivierte Si0 2 als wirksamste sowohl für sommerliche wie auch für winterliche Verhältnisse. EUTROPHISIERUNG DER OBERFLÄCHENGEWÄSSER von Dr. L. Felföldy (der ungarische Text befindet sich auf Seite 352) Die biologischen Qualitätskennwerte der Oberflächengewässer, die sich darin abspielenden biologischen Erscheinungen und deren Veränderungen lassen sich in drei Gruppen einreihen, nach der Saprobität,Trophität und Toxizität des Wassers. Unter dem Einfluss einer nicht giftigen, organischen Verunreinigung steigt der Grad der Saprobität des Wassers an. In solchen Gewässern vermehren sich die hete­rotrophen Lebewesen, die die organischen Schmutzstoffe oxidieren und die gelösten Sauerstoffvorräte des Wassers verbrauchen. Die organischen Schmutzstoffe werden durch diese heterotrophen Lebewesen in anorganische Substanzen mineralisiert, in

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