Vízügyi Közlemények, 1962 (44. évfolyam)

4. füzet - IX. Könyvismertetés

(84)* shown in Fig 10., where the flood discharges are large, a section of the dam should be built of concrete to serve as a temporary or permanent spillway. In narrow valleys plans for an earth dam must sometimes be' abandoned and be replaced by a concrete or rock-fill structure. These later can readily be protected against floods. (Translated by Z. Szilvássy struct, eng.) ABLEITUNG DER HOCHWASSER WÄHREND DES BAUES VON TALSPERREN Von J. Szepessg (Ungarischer Text Seite 553) Ein während des Baues einer Talsperre ablaufendes Hochwasser kann durch Überflutung der Arbeitsstelle, in schwereren Fällen durch Überströmen des halb­fertigen Dammes, was besonders bei Erddämmen eine grosse Gefahr bedeutet, durch Durchbruch des sich hinter dem Damm aufspeichernden Wassers riesige Schäden verursachen. Dieser Gefahr setzt im allgemeinen nur die Inbetriebsetzung der end­gültigen Entlastungsbauwerke ein Ende. Die Ableitung des während des Baues ankommenden Hochwassers wirkt auf die Abmessungen, die Konstruktion der Bauwerke, ja des ganzen Dammes aus. Irgend ein Bisiko ist für die Hochwassergefahr gewöhnlich zu übernehmen, doch soll dessen Höhe bekannt sein. Diese kann nach den Regeln der Wahrscheinlich­keitsrechnung bestimmt werden: 1. Der ganze Bau wird auf einander folgende Phasen getrennt so, dass binnen je einer Phase mit unverändertem HochwasserabfluSs, mit gleicher Absperrhöhe usw. zu rechnen sei. 2. Zu jeder mit „i" bezeichneten Phase wird die massgebende Hochwasser­Abflussmenge, sodann die Wahrscheinlichkeit ,,pj" ihres Eintreffens bestimmt. 3. Die Zeitdauer „t|" (Jahre) der einzelnen Bauphasen wird bestimmt. 4. Mittels der Formel Qi *= Pi " U (%) (1) wird ermittelt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die massgebenden Hochwässer während des Baues zu erwarten seien. 5. Es wird untersucht, was für ein und wie grosser Schaden „kj" (Forint) in den einzelnen Phasen als Folge des untersuchten Hochwassers entstehen würde. 6. Die Produktensumme К = ^ k r q { (Forint) (2) ergibt den Wert der während dem vollständigen Bau zu befürchtenden Gefahr. 7. Als Summe der im Kostenvoranschlag berechneten Baukosten ,,E" (Forint) und „K" werden die als Gesamtwert einer Bauplan vari ante zu betrachtenden Gesamt­kosten Бью = E + К (3) gewonnen. Dieser Wert ist durch die Volkswirtschaft zu veranschlagen, diese Summen sind beim Vergleich der einzelnen Entwurfsvarianten in Betracht zu nehmen. Eine Verminderung des Risikos hat mehrere Möglichkeiten. Es kann ein Grund­ablass mit grösseren Abmessungen erbaut werden, oder es können andere Bauwerke, z. B. der Betriebswasserstollen als zeitweiliger Überwasserablass benützt werden. Die gefährliche Zeitspanne der Bautätigkeit kann durch die im Bild 8 dargestellte Bauweise verkürzt werden. In besonderen Fällen kann mit der Bauordnung nach Bild 10 der durch Absturz des hinter dem Damm aufgespeicherten W Tassers drohende Schaden vermieden werden. Bei grossen Hochwasserabflüssen ist ein Teil des Dammes als Betondamm zu erbauen, um ihn zur einstweiligen und endgültigen Ableitung der Hochwässer zu benützen. In einem engen Tal muss eventuell ganz auf dk Errichtung eines Erddammes verzichtet und ein Damm aus Beton oder Stein­schüttung erbaut werden. Diese letzteren sind gegen das Hochwasser während der Bauzeit leicht zu schützen. (Übersetzung: Dipl.-Ing. K. Fazekas)

Next

/
Thumbnails
Contents