Vízügyi Közlemények, 1962 (44. évfolyam)

4. füzet - IX. Könyvismertetés

(54)* BEREGNUNGSSYSTEME Von M. Kálmán und К. Percnyi (Ungarischer Text Seite 404) Die Entwicklung der ungarischen Beregnungen erfordert auch die Einbeziehung grösserer Flächeneinheiten, die Gestaltung von Beregnungssystemen. Es kann fest­gestellt werden, dass sich in Betracht der Wasserzuleitung vier Haupttypen ent­wickelt haben: I. das im ganzen erdverlegte System, II. das gemischte System, III. das aus offenen Kanälen und verlegbaren Rohrleitungen bestehende System und IV. das aus offenen Kanälen und diversen Einrichtungen bestehende System (Bild 1). Ein besonderes Vorteil der neueren Lösungen ist gewöhnlich die „Bewässerung nach Wunsch", das heisst der Betrieb ohne Stundenplan. In Europa besitzt Italien das grösste beregnete Gebiet, so ist es als natürlich zu betrachten, dass die am höchstenwickelten gelösten Beregnungssysteme ebenfalls dort zu finden sind. Die erste solcherartige Einrichtung wurde in Latina errichtet. Ebenda wurde die Bewässerungsgruppe Borgo Montenero ( Bild 2 ) errichtet, das verabreichte Wasser misst ein Wassermesser (Bild 3) am Hydranten. Auf der Insel Sardinien ist die Bew isserungseiarichtung der Gesellschaft Nurrai im Bau, wo das bewässerbare Gebiet 23 500 ha beträgt, dessen drittel beregnet werden soll. Ein Beispiel der aus offenen Kanälen und verlegbaren Rohrleitungen be­stehendenSystemsist das der Gesellschaft Fucino (Bild 4). Oberhalb Verona wurden mehrere Systeme mit interessanten technischen Lösungen erbaut, so z. B. die in Brückenkonstruktionen eingebauten Druckrohre mil hydraulisch sehr gute Gestaltung ( Bild 5), die Pumpen schützenden Rückschlagklappen (Bild 6) und Wasserschlösser (Bild 7). Das Bewässerungssystem der Vestina-Gesellschaft in Tescara (Bild 8) wendet so wohl auf dem zur Oberflächenwässerung, wie auch auf dem zur Bsregnung cjinge­richteten Gebiet die neuesten Bau- und Betriebsmethoden an. Die lange Haupt­leitung erfordert eine Aufteilung des Gebiets auf Druckzonen. Es werden Mittel­und Nicderdruckregner (Bild 9) angewandt. Das mit einer Zuleitung versehene Gebiet beträgt bei Beregnung (Bild 10) ungefähr 18 ha, bei Oberflächenbewässerung (Bild 11) 50 ha. Die französischen Beregnungssysteme trachten auch nach der Ermöglichung der bedarfsmässigen Bewässerung. Ihre technischen Lösungen sind im Gros zeitge­mäss, mit automatisiertem Betrieb, manchmal sogar mit Wassertürmen. Bei der Rohrleilungsnetzgeslaltung der Beregnungssysteme der Vereinigten Staaten von Nordamerika (Bildl2 ) ist die Tendenz zu bemerken, ein jedes Gutsstück mit einem Hydranten zu versehen. Die Wassermessung geschieht — ähnlich der italienischen Lösung — gewöhnlich bei jedem Hydranten. Von den angewandten Sicherungsarmaturen verdient der Ausgleich — Saugbehälter (one-way surge tank, Bild 13) besondere Erwähnung. Interessant sind die Baulösungen der Pumpanlagen mit Berücksichtigung der verschiedenen Umstände der Wasserentnahme (Bild 14). Beim Entwurf und Bau der ungarischen Beregnungssysteme werden die ausländischen, in erster Reihe italienischen Erfahrungen nutzbar gemacht. Es wird getrachtet, sich den ötlichen Umständen am besten anpassende wirtschaftliche Lösungen anzuwenden. So z. B. hebt die Wasserentnahme der Beregnungsgruppe Telekföld-Cuca (Bild 15) 216 1/s В jwässerungs wasser aus dem Östlichen Haupt­kanal und drückt es in das insgesamt 19 km lange Asbestzement-Rohrleitungsnetz (0 400 — 125 mm). Die aus der Rohrleitung hervorstehenden Hydranten (Bild 16) versorgen ein Gebiet von 60 Katastraljoch durch verlegbare Rohrleitungen. Das Rohrnetz ist eine interessante Mi >chung des Kreislauf- und Verästelungssystems. Die geplante Bswässerungseinrichtung der Wasserwirtschaftsgesellschaft Csabacsűd besitzt einen Wasserturm. Die lageplanmässige Gestaltung (Bild 17) ist symmetrisch um den Wasserturm herum gedacht. Hier ist noch die Frage der automatischen Druck- und Durchflussregelung zu erwähnen. Statt der Wasserturmlösung wird eine an Durchfluss- und Druckmesser anschliessende elektrische Reglerautomatikalszweckmässiger erachtet, deren charak­teristische Lösung aus Bild 18 ersichtlich ist . (Übersetzung vom Dipl.-Ing. K. Fazekas)

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