Vízügyi Közlemények, 1962 (44. évfolyam)
4. füzet - IX. Könyvismertetés
(46)* BERÜCKSICHTIGUNG DER WASSER SE IT I G E N DECKSCHICHT BEI UNTERSUCHUNG DER UNTERSTRÖMUNG VON DEICHEN Von Gy. Kovács (Ungarischer Text Seite 347) Verfasser bespricht in der Einleitung der Studie die früheren Verfahren zur Berechnung der Sickerungskennwerte mit Berüchsichtigung der Deckschicht. Diese beruhen auf der Annahme einer sich in der Deckschicht entwickelnden vertikalen und in der wasserführenden Schicht entwickelnden horizontalen Strömung. Ziel des jetzt zu besprechenden Verfahrens ist, die für eine homogene Schicht schon früher abgeleiteten Zusammenhänge auch auf die Untersuchung einer überdeckten wasserführenden Schicht zu erstrecken. Das Grundprinzip ist, die Deckschicht unter dem Deichkörper noch dem Grundkörper anzuschliessen, die Deckschicht ausserhalb des Deiches aber durch eine, den Sickerungsbeiwerten proportioned verstärkte Schicht zu ersetzen, deren Mischung der wasserführenden Schicht gleich ist. Das solcherart bestimmte Schema führt zu einer versenkten Grundplatte. Diese kann durch Transformation in eine ebene, mit der Oberfläche gleiche Grundplatte umgeändert werden. In diesem System können schon die im Zusammenhang mit der Untersuchung einer homogenen Schicht ermittelten Zusammenhänge angewandt werden. Zur Erlangung dieses Ziels wurde mit Berücksichtigung literarischer Mitteilungen die Transformationsgleichung bestimmt, welche der erwähnten Abbildung der versackten Grundplatte dient. Die erlangte elliptische Beziehung bedeutet zwar die prinzipielle Lösung der Frage, ist aber zu praktischen Berechnungen nicht geeignet. Durch Reihenentwicklung oder andere Annäherung könnte eine einfachere und leichter anwendbare Beziehung bestimmt w Terden, aber diese Form deckt den in der Praxis entstehenden tatsächlichen Vorgang nicht ganz. Es kann nämlich bewiesen werden, dass, obzwar die Gefahr eines hydraulischen Grundbruchs nicht droht, im Interesse der Sicherstellung des natürlichen Zustandes des Grundwasserhaushaltes auf der ausgedeichten Seite ein Entwässerungssystem zu errichten ist, falls die wasserführende Schicht grobkörnig ist und das horizontal strömende Wasser die Menge der Verdunstung bedeutend übertrifft. Der auf Wirkung dieser technischen Massnahme entstehende tatsächliche Zustand kann mit Annahme eines solchen Sickerströmungsraumes gut angenähert werden, welche nur wasserseitig bedeckt ist. Auch diese Decke kann durch eine Schicht ersetzt werden, deren Mischung der wasserführende Schicht gleich ist. Auf der ausgedeichten Seite wird die Deckschicht bis zum ersten Entwässerungskanal oder Drain der wasserdichten Grundplatte beigeschlossen. Von diesem Punkt an wird das Hängende der Deckschicht als horizontale Potenziallinie betrachtet, auf welche das strömende Wasser frei austreten kann. Da die Deckschicht auf den unterhalb liegenden Strömungsraum einen Druck ausübt und solcherweise die durch das Entwässerungssystem verursachte Depression bis zu einem gewissen Mass ausgleicht, ist diese Annäherung annehmbar. Der für die erwähnte Potenziallinie kennzeichnende Druck kann vom Entwässerungsspiegel abhängig bestimmt werden. Der Verfasser leitete die Gleichung, welche dem so gestalteten Schema (Bild 4) entspricht, ab und bestimmte anhand deren jene Beziehungen, mil welchen die einzelnen kennzeichnenden Werte zuermilteln sind. Er fasste jene, in vorangehenden Studien veröffentlichten Formeln, durch welche die Durchströmung, deren auf den Deich lotrechte Verteilung und die Breite des durch Unterströmung berührten Streifens ermittelt werden können, zusammen. Zum Schluss ist die' Anwendung der vorgeschlagenen Beziehungen in einem Rechenbeispiel vorgeführt. Im Zusammenhang mit dem wurde es auch angestrebt, die mit der Bestimmung der permanenten Sickerströmung zusammenhängenden Projektierungsfragen im Rahmen einer einheitlichen Methcde zusammenzufassen. (Übersetzung vcm Dipl.-Ing. К. Fazekas)