Vízügyi Közlemények, 1961 (43. évfolyam)
4. füzet - IX. Képek a Föld különböző részeinek vízépítési munkáiról
(53 > (Gl. 8). Durch eine Ableitung nach Gl. (9) bis (13) kann es bewiesen werden, dass der Abfluss im unteren Querschnitt einer Fluszstrecke von der Länge L 2 / in der Zeitspanne At sich um den Betrag von ^Q = (Qb-Qo) (14) ändert. (Dabei bedeutet Q b den innerhalb der Zeitspanne \t als konstant angenommene Zufluss im oberen Querschnitt, Q 0 den Afluss im unteren Querschnitt am Anfang der Zeitspanne, e die Basis der natürlichen Logarithmen, т = AW/AQ die Fliesszeit, die auf Grund von Gl (8) berechnet werden kann). Wenn es sich nur um einen oder wenigen Abschnitten handelt, können die Berechnungen nach Gl (14) leicht durchgeführt werden. Die mit zunehmender Abschnittszahl immer langwieriger werdenden Berechnungen können durch eine, in den Gl (10) bix (22) enthaltene Ableitung vereinfacht werden, die zu der „Fortpflanzungskurve" Gl (23) führt. (Dabei bedeutet P die Ordinate der zur Einheit gewählten „elementaren" I lochwasserwelle im unteren Querschnitt des n-ten Abschnittes im Zeitpunkt t, im Prozent der gesamten Wasserführung der Welle). Wenn die Untersuchung des Ansammlungsvorganges und des Abflusses itn Flussbett abschnittsweise, den mit Gl. (7) bestimmten „charakteristischen" Abschnitten entsprechend durchgeführt wird, können mehrere Eigenschaften des Abflussvorganges (das verschiedentliche zeitliche Zusammentreffen der Hochwasserwellen der Zubringer mit jenem des Hauptflusses, räumlich veränderliche Gestaltung des Abflussbeiwertes, usw.) in Betracht genommen werden, welche durch andere, für ähnliche Zwecke dienende Verfahren (Isochron-Methode, Einheitskurven-Verfahren unit hydrograph method) nicht geklärt werden können. Die mathematische Lösung der grundlegenden Zusammenhänge bietet gleichzeitigeinen grossen Vorleil auf dem Gebiete der Anwendung der elektrischen Analogie und der Rechenmaschinen. Abb. 5. vergleicht die Ergebnisse der nach obiger Methode durchgeführten Berechnungen (gestrichelte Linie) mit den beobachteten Abflusswerten (volle Linie). Der Zusammenhang zwischen Niederschlag- oder Schmelzwassermenge x und Zufluss q wird im Falle eines tiefliegenden Grundwasserspiegels vor allem durch das Einsickerungsvermögen des Bodens beeinflusst. Die zeitliche Änderung der Eirisickerung J wird durch den Zusammenhang (29) gekennzeichnet, worin A und В vom Feuchtegehalt des Bodens und von der Regenheftigkeit abhängige Konstanten bedeüten, und n annäherungsweise für 0,5 angenommen werden kann. Im Falle eines hochstehenden Grundwasserspiegels wird die Gestaltung des Abflussbeiwertes durch die relative Ausdehnung der Flächen mit gesättigter Deckschicht bedingt. Auf Grund der Niederschlags- und Abflussganglinien kann der zeitliche Verlauf des ins Gewässersystem eintretenden Zuflusses festgestellt werden ; ein diesbezügliches Beispiel führt Abb. 6 für den Einzugsgebiet des Swenigoroder Pegels am MoskauFluss vor (I = Abfluss vom Einzugsgebiet; II = ins Gewässersystem eintretende Abflussmengen; III = vom unterirdischen Abfluss herstammender Zufluss; (1).. . (15) = Hochwasserwellen erzeugende Niederschläge und der aus denen entstammende Abfluss). Aus den Angaben in Abb. 6. kann es festgestellt werden, dass die Form der die zeitliche Verteilung der den ins Gewässersystem eintretenden Zufluss darstellenden Kurve — wie dies auch theoretisch nachweisbar ist — weitgehend vom Abflussbeiwert abhängig ist. (Siehe in Abb. 7 das Beispiel für zwei, durch 1-tägigen Begen erzeugten Flutwellen, bezogen auf des Einzugsgebiet des Pegels Swenigorod am Moskau-Fluss).