Vízügyi Közlemények, 1961 (43. évfolyam)

4. füzet - IX. Képek a Föld különböző részeinek vízépítési munkáiról

(41 > DAS \V ASS К R V К RS О R G U N GSS YSTE M BORSOD von J. Szakváry (Ungarischer Text Seite 321) Die Ausnutzung und industrielle Verarbeitung der Naturschätze Nordungarns schuf eins der bedeutendsten Industriezentren des Landes. Die Ausdehnung dessen beträgt nahezu 1000 km 2 und es schliesst die Strecke von der ungarisch­tschechoslovakischen Grenze bis zur Stadt Miskolc des Flusses Sajó und bedeutende Täler dessen Nebenflüsse in sich. Das Anwachsen der verschiedenen Wasseransprüche und die Beschränktheit des zur Verfügung stehenden Wasserdargebots zwang zur strengsten Anwendung der Wasserwirtsehaftungsgrundsätze in dem Gebiet, welches das Bild 1 darstellt. Der Trinkwasser-, sowie Qualitäts-Industriewasserbedarf musste in erster Linie aus den Kiesterrassen entlang der Flussläufe, zweitens durch Speicherung und Reinigung der Oberflächenwässer, bzw. durch Grundwasseranreicherung gedeckt werden. Das Industriewasser ist aus den natürlichen Wasserläufen bei einer Er­gänzung aus Wasserspeicheranlagen zu sichern. Der Wasserbedarf der Bewohnerschaft wurde in den Städten mit einem Durch­schnittswert von 150 1/Tag und Person bei einem um 50% erhöhten Spitzenwert, in den mit Kommunalwerken versehenen Ortschaften mit durchschnittlich 100 1/Tag und Person und 50% Spitzenzuschuss, bei den Siedlungen, welche vorläufig nicht kanalisiert werden, bei einer Versorgung durch gemeinschaftliche Brunnen mit durchschnittlich 501/Tag und Person festgelegt. Überdies wurde der durchschnitt­liche und mit 30% erhöhte Bedarf der bedeutenderen kommunalen Anlagen (öffentliche Institutionen und Gebäude, Gastwirtschaften, Ortsgewerbliche, Sanitäts-, Unterrichts-, Verwaltungsgebäude und Betriebe) sowie der mit speziellen techno­logischen Bedingungen der Industriebetriebe und deren sanitären und sozialen Ansprüchen verbundene sog. Qualitäts-Industriebedarf gesondert vermessen. Für Leitungsverluste, sowie zur Deckung des eigenen Betriebswasserbedarfs der Wasser­werke wurden 8% des Gesamtbedarfs angenommen. Alldiese Ansprüche werden durch ein zusammenhängendes Wasserleitungssystem im Jahr 1960 mit 15, 1965 mit 24 und 1980 mit 36 Tausend m 3/Tag Wasserverabfolgung befriedigt. Als erstes Bauvorhaben werden zwei gesonderte Leitungssysteme errichtet: a) das regionale Wasserwerk Borsod ( Bild 2) und b) das regionale Wasserwerk Ózd ( Bild 3), welche voraussichtlich Ende 1965 ein zusammenhängendes System bilden werden. Nach dem Vollausbau werden 6 Wassergewinnungsanlagen mit insgesamt 40 Tausend m 3/Tag Wasserverabfolgung in Betrieb stehen. Drei von diesen Wasserwerksanlagen werden das Wasser unmittelbar aus oberflächennahen Kiesterrassen, zwei aus Kiesterrassen mit Enteisenung und Entmanganung und eins aus gespeichertem Oberflächenwasser mit Reinigungs­anlage gewinnen. Bei einer Wassergewinnungsanlage wird die den Kiesterrassen auf natürlichem Weg entnehmbare Wassermenge durch künstliche Grundwasser­anreicherung gesteigert. Zur Verteilung des gewonnenen Wassers wird eine rund 160 km lange Haupt­leitung erbaut, die Anzahl der verschiedenen Wasserversorgungszonen beträgt 6. Zur Begleichung der Spitzenbedarfe werden Hochbehälter errichtet, deren nutz­barer Gesamtraum 12 500 m 3, also 27% des Spitzenverbrauehs beträgt. Die Bilder 4 und 5 zeigen zwei Speicher im Bau. Das Rohrnetz besteht aus Gusseisen-, Stahl­und Asbestzementrohren. Die Stalhrohre werden ausser dem Rostschutzbelag auch noch mit Kathodenschutz versehen. Der Bau ist im Gang und zurzeit sind 3 Wasserwerksanlagen, ein grosser Teil der Hauptleitung und 2 Hebewerke, sowie sämtliche Hochbehälter mit Ausnahme eines in Betrieb gestellt. Die grösste Wassergewinnungsanlage des Systems wird der Speicherraum (Bild 13) und die Aufbereitungsanlage (Bild 14) Lázbérc sein. Als Talsperre ist ein 20 m hoher Erddamm geplant. Der nutzbare Spcicherraum beträgt 5,4 Millio­nen m 3, das überflutete Gebiet 75 ha. Über der Trinkwasserkapazität von 25 000 m 3/Tag wird noch eine Abgabe von 0,4 m 3/s Wasserzusehuss in die Sajó möglich sein.

Next

/
Thumbnails
Contents