Vízügyi Közlemények, 1959 (41. évfolyam)

4. füzet - V. Kisebb közlemények-Ismertetések

(60> IV. WASSERGEWINNUNG DURCH SAMMELLEITUNG AUS DER DONAU BEI BUDAPEST. ENTWURFS-, BAU- UND BETRIEBSERFAHRUNGEN Von I. Marko und E. Marko (Ungarischer Text und Bilder Seite 399—410) Die Studie berichtet über die Fragen, welche im Zusammenhang mit der Lösung tier Betriebswasserversorgung einer der grössten Bahnhöfe Budapests auftauch­ten. Die Donau fliesst in der Nähe des Bahnhofes überall zwischen Kaimauern. Der Spundwand vor der Kaimauer reicht bis zur wasserdichten Lehmschicht hinun­ter und sperrt das Wasser der Donau von den in vergangenen Zeiten hinter die Kaimauer gelegten Schachtbrunnen ab, weshalb eben diese Brunnen zu wenig Wasser ergeben. Die neueren Untersuchungen deuteten auch dahin, dass hinter der Kaimauer infolge des Schlammgehaltes der grundwasserführenden Schicht keine ergiebigen Schachtbrunnen errichtet werden können. Zur Gewinnung der Betriebswassermenge von täglich 5000 m 3 wurde vorerst ein Provisorium errichtet. Es wurde vor der Kaimauer ein aus perforiertem Stahl­blechen angefertigter Bettbrunnen in die Sohle versenkt, welcher sich gut be­währte. Zur Errichtung der endgültigen Wasserbeschaffungseinrichtung boten sich 6 Möglichkeiten, von denen die einer vor die Kaimauer parallel verlegten Sam­melleitung (Galerie) angenommen wurde. Vor Anfertigung des Entwurfes wurde der Entwicklungsgang dieser Strecke der Donau studiert. An der Stelle der geplanten Sammelleitung wurde eine einge­hende Bodenerschliessung durchgeführt. Der Zustand der nahezu hundertjährigen Kaimauer, sowie die zu erwartende Einwirkung des Geschiebes, der Schwebstoffe und der Verunreinigungen des Donauwassers auf die geplanten Bauten wurden untersucht. Die Sammelleitung besteht aus 4 Stück je 17 m langen, 500 mm weilen per­forierten Stahlrohren. Das gesammelte Wasser leiten ebenfalls 4 Stück Saugrohre 150 mm lichter Weite ab. Die Saugrohre reichen bis zur halben Länge in die perfo­rierten Sammelrohre konzentrisch hinein. Durch die Saugleitung geschieht auch die Riickspülung. Die perforierten Sammelrohre umgibt eine geschichtete Filtrier­bettung. Die Rohre wurden vön Schiffen in einen gebaggerten Graben verlegt. Die Saugleitung ergab in der ersten Betriebszeit die berechnete Wassermenge reich­lich. Die Beschaffenheit des Wassers war besser als erwartet, vollkommen frei von Sinkstoffen, fast trinkwasserwertig. Nach 6 Betriebsmonaten ergab die Sammel­leitung die gewünschte Menge nicht mehr, da die Oberfläche vorzeitig durch kleb­rige, teerhaltige Sinkstoffe verschmutzt wurde. Die Verschmutzung verursachte ein durch eine städtische Abwassersammelleitung zeitweise abgelassenes, teerhal­tiges Abwasser. Nach Entfernung der Oberschicht funktioniert die Sammelleitung wieder gut. Die Erfahrungen ergaben für den Bau einer ähnlichen Flusswasser­sammelleitung folgende Richtlinien: 1. Die Sammelleitung soll zwischen Spundwänden auf kontrollierbare Art gelegt werden, da eine genaue Verlegung der Rohre und der Filterschichten nur dieserart sicherzustellen ist. 2. Die Saugrohre sollen ohne Stoss, kontinuierlich zusammengeschweisst werden, was nur mit Ausschluss von Taucharbeit, im zwischen Spundwänden gelegten Baugraben möglich ist. 3. Die Rückspülung erfordert einen Wasserdruck von mindestens 4 atü an der Spühlrohrmündung. 4. Die Sammelleitung scjll in der Nähe des Stromstriches liegen, wo die Sohle beständig zu sein scheint. 5. Die Sammelleitung darf keinesfalls unterhalb einer Abwasserleitung verlegt werden. (Zusammenfassung der Verfasser, deutsch von Dipl. Ing. K. Fazekas)

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