Vízügyi Közlemények, 1955 (37. évfolyam)

1-2. füzet - XIV. Lászlóffy Woldemár: Az árvíz előrejelzése

<e) jams, which crest higher than summer floods ; here prevention was easier. In some places even the temporary summer levees could be preserved. In the area of the capital and south of it new levees were built in some smaller bays, or existing ones were considerably strengthened. Because of the pervious subsoil along the Danube, seepages, pipings had to be rendered harmless in many places. The flood exceeded its maximum stage hitherto recorded near the south border of the country as well ; here too, tough protection work was necessary (Picture 17). As a result 5% of the area protected along the Danube was inundated ; but even this was a grave loss for the country. The flood has proved that cooperation of equipment, of experts and of working masses leads to great performances and can make flood prevention work successful. , DAS DONAUHOCHWASSER I.M JULI 1954 UND DIE ABWEHRARBEITEN Von É. Serf und J. Sik (Abbildungen siehe Seite 7 — 25. des ungarischen Textes. Beilagen No. I — IV siehe am Ende des Heftes) DK 627,512+627,515 (439.1) Das mächtige Hochwasser im Juli 1954 stellte auf der 416 km langen ungarischen Strecke der Donau die Hochwasserschulzorganisation, welche ein Gebiet von 400 000 ha vor den Verheerungen der Hochfluten zu behüten hat, auf eine harte Probe. Die Länge der Schutzlinien beträgt rd 800 km, die fast überall gegen eine die bishe­rigen höchsten eisfreien Wasserstände überschreitende und aussergewöhnlich lang andauernde Hochflut verteidigt werden mussten. Tabelle I veranschaulicht die Höhe der bedeutendsten eisfreien Hochfluten der letzten 60 Jahre an den wichtigeren Pegeln, Beilage II die Wasserstandsgang­linien, Abb. 1 die Dauer des Hochwassers im Vergleich mit den früheren grösseren Hochfluten. Auf der Übersichskarte Beilage IV sind die geschützten Gebiete, sowie die Schutzlinien der die Abwehr leitenden Wasserbaudirektionen dargestellt. Die Abwehr dauerte vom 8. Juli bis zum 1. August. Die Flut war längs des unter Bratislava gelegenen Szigetköz am höchsten, wo sie an mehreren Stellen die Kronenhöhe der Deiche erreichte, sogar überstieg, so, dass der Deich auf 20 km Länge in aller Eile erhöht werden musste (Beilage I). Die Donau fliesst hier, an der Eintrittsstelle in das Karpathenbecken auf ihrem Schuttkegel. Ihr Gefälle verringert sich plötzlich von 0,45 auf 0,10 % 0, was eine ständige Geschiebeabla­gerung und eine Sohlenerhçbung von jährlich 2 — 4 cm auf dieser Strecke zur Folge hat. Die Hauptursache der ausserordentlichen Höhe des Hochwassers war diese Flussbetterhöhung, welche infolge der starken Durchlässigkeit des kiesigen Bodens an vielen Stellen zu Kuver- und Drängewasseraufbrüchen bzw. Durchsickerimg der Deiche führte. Die erste gefährliche Durchweichung konnte am 13. Juli in der Nähe des Ab-, sperrwerkes des Mosoner Donauarmes bei Rajka nur durch rasches Eingreifen der motorisierten Abteilung der Schutzbereitschaft (mittels Eintreiben einer Spund­wand) unschädlich gemacht werden und der Durchbruch des Wassers in den Donau­arm durch Einbau von 1000 m 3 Steinwurf mittels Aufwand von beträchtlichen Kräften binnen einigen Tagen verhütet werden. Unmittelbar vor der Kulmination, am 15—16 Juli brach der Deich — infolge hydraulischen Grundbruches — an 3 Stellen durch, und ein vierter Durchbruch erfolgte derart, dass eine Terrainerhöhung das durch den ersten Durchbruch mit grosser Geschwindigkeit auf das geschützte Gelände strömende Wasser gegen den Deich drängte und denselben von hinten her so allmählich wegriss (Bild 1 — 3). Das durch die vier Öffnungen in einer Gesamt­breite von 390 m strömende Wasser überflutete 20 600 ha Land und machte über­gangsweise 30 000 Einwohner obdachlos. (Bild 4 — 8). An Menschenleben war kein Verlust.

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