Vízügyi Közlemények, 1948 (30. évfolyam)

2. szám - VII. Szakirodalom

Ausnützung der vom Landesamt für Wasserkraftwesen als technisch verwertbar ange­nommene Energiemenge gleichzeitig bis 100% wirtschaftlich. C) Da die Verhältnisse der ausbaumöglichen Wasserkräfte Ungarns denen (1er Tisza- und Donaukraftwerke ähnlich sind, so könnte man schlechthin aussagen, dass mindestens 90% der als technisch verwertbar angenommenen Energiemenge wirtschaft­lich zu erzeugen wären. Aus der Untersuchung der in Tabelle III angegebenen, kontroll­weise nachgerechneten möglichen untersten und höchsten Einheitskostengrenzen ergibt sich aber das Resultat, dass die auf diesen Berechnungen beruhende Beurteilung der Bauwürdigkeit der Wasserkraftwerke von der Art der Kostenberechnung abhängt. Diese Unbestimmtheit ist aber kein Mangel der Berechnung, sondern sie zeigt bloss die Schwierig­keit der Vorausbeurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse der erst nach Jahren zum Ausbau gelangenden Werke. Bei den weiteren Untersuchungen wäre also unrichtig die Spannung der berechneten Kostengrenzen verringern zu trachten, sondern es ist viel richtiger darüber Klarheit zu gewinnen, in welche Richtung die erwarteten Änderungen der wirt­schaftlichen Verhältnisse die Einheitskosten der Energieerzeugung voraussichtlich beein­flussen werden. Wir bestimmen vergebens auf Grund genauer Berechnungen die genauen Einheitskosten die sich auf die heutigen Verhältnisse beziehen, wenn sie sich bis zum Zeitpunkt des Ausbaues und der Inbetriebsetzung wegen der Änderung der wirtschaft­lichen Verhältnisse ohnehin ändern werden. Die Untersuchung der künftigen wirtschaftlichen Verhältnisse zeigt in erster Reihe, dass sich der Einheitskostenunterschied der von kalorischen und hydraulischen Kraft­werken erzeugten Energie wegen der zukünftigen Erschöpfung des Kohlensch.ttzes zu Gunsten der letzteren gestalten wird. Die Steigung der Arbeitslöhne, die Erhöhung des allgemeinen Wohlstandes, der voraussichtliche Anstieg des elektrischen Stromverbrauches in der Zukunft, gestalten alle die Lage zu Gunsten der Wasserkraftwerke. Für die Berech­nung ist auch von entscheidender Wichtigkeit die Höhe des angenommenen Zinssatztes; in der Zukunft wird auch der Zinsfuss voraussichtlich niedriger werden, also wird sich die Wirtschaftlichkeit, der Wasserkraftwerke auch dadurch erhöhen. Wenn es auch gelingen wird durch Ausnützung der Atomenergie Gebrauchsenergie billig und in grosser Menge herzustellen, dennoch ist es wahrscheinlich, dass rieben den Atomkraft werken auch die sozusagen ohne Materialverbrauch und Aufwand mensch­licher Arbeitskraft arbeitenden Wasserkraftwerke auch weiter Verwendung finden weiden — mindestens jene, die schon bis dahin ausgebaut worden sind. Obwohl — wie wir gesehen haben — die Wirschaftlichkeit der Wasserkraftwerke sich unbedingt erhöhen wird und so auch der Ausbau einiger geplanten Wasserkraft­werke, deren Wirtschaftlichkeit heute noch strittig ist, sich später doch wirtschaftlich gestalten wild, existiert für die Wasserkraftausbeutung doch eine Grenze. In Ungarn können nur Wasserkraftwerke ohne Speicherung errichtet weiden. Die somit von der natürlichen Schwankung der Wasserführung bedingten Schwankungen in der Stromer­zeugung müssen also von überwiegend kalorischen Kraftwerken ausgeglichen werden. Darum wird also das höchste Ausmass der hydraulischen Energieerzeugung zu jeder Zeit von dem Gesamtenergiebedarf des Landes bestimmt, von dem höchstens ein drittel aus Wasserkraft zu decken möglich sein wird. Dagegen wird aber diese Grenze kaum erreicht, da die Energieerzeugung; (1er im noch unter Bearbeitung stehenden 10 jährigen Euergiewirtschaftsplan zum Ausbau vorgeschlagene Wasserkraftwerke ein Jahres­produktionsvermögen von 500—600 Millionen kWh erreichen wird, was bloss 15% des am Ende der Durchführung des Planes auf schätzungsweise 4000 Millionen kWh belaufen­den Gesamtjahresenergieverbrauches bedeutet. D) Für den Ausbau der Wasserkraftwerke von insgesamt jährlich 1000 Millionen kWh Energieerzeugung, wäre 20 Jahre hindurch 0,2% des Nationaleinkommens zu verwenden nötig. Aus diesen Mitteln würde laut df-r Energiebilanz in der Tabelle IV der für das Jahr 1940 geltende Energienlangel des Landes gedeckt werden können und gleichzeitig würde sich die heute allzusehr einseitige, sich lediglich auf Kohle stützende Energieversorgung des Landes wesentlich sicherer gestalten.

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