Vízügyi Közlemények, 1947 (29. évfolyam)

1-4. szám - VI. Szakirodalom

(26) V Der auf n Jahre bezügliche Durchschnittswert wird durch die Gleichung (2) aus­gedrückt. Der Verfasser versteht unter absoluter Leistungsfähigkeit des Speichers nicht obige Verhältniszahl, sondern die mittlere Wassermenge, die dem angegebenen Bedarf ent­sprechend — s (t) — der größtmöglichen ständigen Wasserentnahme gleich ist. Dies kann mittlerer Verbrauch oder nutzbare mittlere Wassermenge genannt werden (fk m 3/sec). Im Falle eines Verbrauches von angegebenem Charakter (s = s (<)) gehört zu einem jeden Speicherrauminhalt ein festgesetzter Wert des mittleren Verbrauches (S — Ф (fk)). Die relative Leistungsfähigkeit des Speichers kann sich auf zwei Fälle beziehen. Wenn die Vergleichung von verschiedenen Speichern erzielt wird, wird die relative Leistungsfähig­keit von der Verhältniszahl fk m 3/sec S •• hm 3 (3) ausgedrückt, die mit dem oben erwähnten Faktor LUDINs eng verbunden ist. Es kann aber auch davon die Rede sein, daß die Leistungsfähigkeit eines Speichers mit der dort­selbst vorhandenen größten Speichcrungsmöglichkeit verglichen werden soll. Im Weiteren wird diejenige größtmögliche Leistungsfähigkeit bzw. derjenige größte mittlere Verbrauch erläutert, der für einen Querschnitt des Flusses charakteristisch ist (Qk m 3/sec). Auf diese Weise kann die zu einem Talsperrenquerschnitt gehörige relative hydrologische Leistungs­fähigkeit mit dem Koeffizienten -S ausgedrückt werden. Dies ist eine dimensionslose Zahl; sie kann auf Grunde der Gleichung (4') auch prozentuell ausgedrückt werden. 5. Einteilung «1er Speicher. Dem Speicherungszwecke entsprechend unterscheiden wir: Speicher für: 1. Bewässe­rung, 2. Trinkwasserversorgung, 3. Hochwasserschutz, 4. Wasserkraftausnutzung, 5. Schiffahrt, 6. indust i lie Wasserversorgung. Die Speicher werden meistens zur gleich­zeitigen Zufriedenstellung mehrerer Bedürfnisse errichtet. Speicher sind auch dem Rauminhalt nach zu unterscheiden. Die in der Literatur und in der Ingenieurpraxis gebräuchlichen Maßeinheiten sind: m 3; hm 3 — 1 Million m 3; km 3 = 1 Milliarde m 3. Zur Beurteilung der Speichergröße — im relativen Sinne — kann noch der auf die Einheit des Einzugsgebietes entfallende Speicherraum geeignet sein (Gleichung 5); oder der auf die Einheit der Jahresabflussmenge entfallende Speicherraum (Gleichung 6) ; dies wurde von LUDIN eingeführt und von ihm Speicherausbaugrad genannt. Nach der Meinung des Verfassers verfährt man am richtigsten, wenn man die Speicher nach ihrer relativen hydrologischen Leistungsfähigkeit klassifiziert. Es ist aber nicht zweck­mäßig, irgendeinen numerischen Wert obiger Faktoren zur Grundlage der Klassifizierung zu wählen; man möge Zeiträume wählen, die für den Verbrauch oder für die Wasserführung charakteristisch sind. Der Verfasser bringt die in der Literatur teilweise bereits gebräuch­liche Gruppierung in Vorschlag: 1. Tagesspeicher, 2. Wochenspeicher, 3. Saisonsspeicher, 4. Jahresspeicher, 5. Speicher für mehrere Jahre, 6. Speicher mit vollem Ausgleich. Während jedoch obige Benennungen in der einschlägigen Literatur qualitative Bezeichnungen sind, knüpft der Verfasser an jede der oben vorgezählten Benennungen eine quantitative Begriffs­bestimmung, die auf hydrologischen Erwägungen beruht. Diese werden im IV. Abschnitt behandelt.

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