Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz

13 Don-, oder des Manitsch-Kanals erreicht werden. Da die Dnieprstromschnellen durch die Erstellung des bekannten grossen Staudammes überwunden sind, so könnte nach Fertigstellen der Wolga-Don Verbindung das Erdöl des Kaspi-Ge­bietes, das Holz der Wolga-Kama Wälder, Kali des Kama Gebiets, Kohle des Donetz-Beckens, -— um nur die wichtigsten zu nennen, — auf dem Wasserwege zum Verbraucher gelangen. Die immer dringlicher werdende Wasserverbindung Moskaus mit der oberen und mittleren Wolga ist im Bau. Der über 120 km lange Kanal soll mit den Pumpstationen, welche die Wasserführung des Moskvaflusses vergrössern sollen, voraussichtlich in 1930 dem Betrieb übergeben werden. Durch diesen Bau erscheint auch die Wasserversorgung der russischen Hauptstadt gesichert. Auch eine andere aus wirtschaftlichen und politischen Gründen wichtige Aufgabe ist gelöst : die Verbindung des Baltischen Meeres mit dem Eismeer, der Nordsee und den Häfen des Weissen Meeres durch die Erbauung des Weissmeer­Baltischen Kanals. Der über 200 km lange Kanal besitzt 19 Schleusen -— meistens Zweikammer-Schleusen, — das zu überwindende Gesamtgefälle beträgt rund 100 m. Die z. T. 14 m hohen Kammermauern sind in Holz ausgeführt. Weitere grosse Wasserstrassen werden im Norden geplant. Eine der wichtigsten Projekte ist die Verbindung der oberen Kama mit dem Tobol-Ob-Gebiet (Tschussowaia). Ferner soll die Kama mit der Petschora, und dadurch mit dem Eismeer verbunden werden. Auch eine Abzweigung vom Marienkanal in das Dwinagebiet nach Ar­changelsk ist geplant. Eine den Wasserstrassen zumindest gleichkommende Bedeutung hat für das Land die Bewässerung. Während aber beim Bau der Wasserstrassen der Westen Russlands Lehrmeister war, sind es bei der Anlage der Bewässerungsysteme die Iraner, deren jahrtausendalte Erfahrungen den Russen als Vorbild dienen. Vor dem Weltkrieg standen in russischem Mittelasien und in Transkaukasien rd. 3-5 Millionen ha unter Bewässerung. In den letzten Jahren geht die Sovjetregierung daran, neue Systeme in diesen beiden Ländern zu errichten, um die Baumwoll­produktion zu steigern. Neue Projekte sehen eine weitere, noch grössere Steigerung vor. (Hunger­steppe, Serafschen, Tschu, Waksch in Mittelasien, Mil, Schirwan im Kaukasus). Ein noch grösseres Projekt (4 3 Millionen ha) hat die Sicherung der Weizenernten des mittleren und unteren Wolgagebietes zum Zweck. Hiezu werden 25 km 3 Wasser jährlich benötigt. Da durch Entziehung so gewaltiger Wassermengen das Kas­pische Meer allmählich austrocknen würde, so sieht das eine Projekt, welches das nötige Wasser durch gewaltige Speicherbecken in der Wolga erreichen will, eine Trockenlegung grösserer Buchten des Kaspischen Meeres vor, um die Ver­dunstung einzuschränken. Ein anderes Projekt sucht die Lösung im Zusammen­hang mit den Wolga-Eismeerkanälen. Diese sollen gewaltige Wassermengen der Wolga zuführen, wodurch auch die Fahrtiefe in der Wolga erhöht sein würde. Bei all diesen grossen Projekten können bei den Wehren und Staudämmen gewaltige Mengen Wasserkraft gewonnen werden. An solchen Stellen sind die Kraftanlagen Dniepr und Swir entstanden, auch an den geplanten Wolgastaudämmen sollen mehrere Millionen PS ausgenutzt werden. Aber auch an Gebirgsflüssen und im wasserreichen Norden entstehen eine grosse Anzahl neuer Kraftwerke. In 1934 besitzt Russland bereits 1 Millionen kW ausgebauter Wasserkräfte.

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