Botár Imre - Károlyi Zsigmond: A Tisza szabályozása II. rész (1879-1944) (Vízügyi Történeti Füzetek 4. 1971)
Összefoglalás és a további perspektívák. A Tisza-völgy jelene és jövője - Idegennyelvű kivonatok
Széchenyi erachtete die Theissregulierung und den Hochwasserschutz des Theisstales als einen organischen Teil, Grundlage und entscheidendes Mittel des aligemeinen technisch-wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungsprogrammes — ein frühzeitiger Vorläufer der heutigen regionalen Entwicklungsprojekte! — de Theisstales. Auf Grund seiner Konzeption behandelte Vásárhelyi die Flussregulierungsarbeiten als den ersten Schritt der Regelung des Theisstales, in engem Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz und der Trockenlegung der von Wasser bedeckten Gebieten; er hielt sogar — als eine weitere Perspektive — auch die Möglichkeiten der Nutzbarmachungen des Wassers vor Augen. Gemäss seiner Grundgedanken kann der Hochwasserschutz ohne die Durchstiche, berufen zur Verbesserung der Abflussverhältnisse eines Flusses von ausserordentlich kleinem Gefälle, nicht erfolgreich sein, andererseits ist die richtige Linienführung der Schutzdeiche ein wichtiges Mittel, sogar Grundbedingung der Flussregulierung. Vásárhelyi ist aber kurz vor Beginn der Arbeiten gestorben und die Interessenten haben seine Pläne auf Antrag des aufgeforderten Sachverständigers P. Paleocapa (S. 35) modifiziert. Vielleicht noch ärger berührte die Angelegenheit der Theissregulierung der Umstand, dass der Organisator Széchenyi nach der Niederlage des Freiheitskampfes 1848/1849 in der Führung der Arbeiten nicht mehr teilnehmen konnte. Nach Aufhebung der ungarischen Selbstregierung haben die Verfügungen der Wiener Regierung sowohl die Organisation der Arbeiten, wie auch die technischen Pläne gleichermassen nachteilig beeinflusst. Statt Zusammenwirkung der zentralisierten staatlichen und gesellschaftlichen Organe zum Zwecke der Vereinigung der Kräfte und der Planmässigkeit der Arbeiten, geriet die Leitung der Arbeiten in die Hände der einzelnen Genossenschaften bzw. der lokalen Verwaltungen und die Pläne wurden wiederholt abgeändert. So wurden die Arbeiten lange Zeit abweichend von der originalen Konzeption des Organisators fortgesetzt und nur durch die wiederholten Hochwässer gelieferten bitteren Erfahrungen haben dazu geführt, dass man zu den ursprünglichen Grundsätzen und Organisationsformen zurückgekehrt ist. Die Arbeiten entbehrten Jahrzehnte lang die notwendige Harmonie und Planmässigkeit, stellenweise erstickten sie sogar in vollkommene Anarchie und Korruption. In dieser Angelegenheit war auch das sich in den 1850-er Jahren entfaltete kapitalistische Unternehmungssystem wesentlich beteiligt. In der Linienführung der Schutzdämme kamen statt der technischen Grundsätze die lokalen Interessen zur Geltung: stellenweise sind wahre Einengungeh des Deichvorlandes entstanden, wogegen anderswo sich das Hochwasser breit ausdehnen konnte. Zufolge beschränkter materieller Mittel waren die Querschnitte der Schutzdämme nicht einheitlich, ihre Ausmasse erwiesen sich an den meisten Stellen als ungenügend (Abb. S 57) und auch die Bauausführung war häufig nachlässig. Der Ausbau der Durchstiche, notwendig im Interesse der Verkürzung der ausserordentlich gewundenen Laufbahn des Flusses, wurde am Ober- und Unterlauf gleichzeitig unternommen und die Abmessungen der Leitgräben wurden ohne Rücksicht auf die Gefälle- und Bodenverhältnisse überall gleich angenommen. Infolgedessen