O. Gy. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 22. (Budapest, 1984)

Stohl, G.: Über einige Besonderheiten "künstlicher" Feldmaus-Populationen (Microtus arvalis Pallas) Mammalia, Rodentia) 51-64. o.

Deutlichkeit hervor, dass die in Reservatorgebieten lebenden Bestände durch eine genetische Hetero genltät höheren Grades ausgezeichnet sind. Sie müssen auffallend reich an Allelen sein, viele von Ihrer Genlocl scheinen mutierte Allele an der Stelle der sog. Wlld-Allele zu tragen - wenn auch mit niedriger Häufigkeit. Vieles spricht dafür, dass es eben diese Heterogenität ist, die bei den aus wenigen "Gründer­Tieren" entstandenen Massenvermehrungen verloren geht. Eine Körpergrössen-Zunahme, die In Gra datlons-Populatlonen der Feldmaus Immer wieder beobachtet wurde (vgl. das Auftreten von gross­wüchsigen Exemplaren In überbevölkerten Populationen des Affchen Saimiri), Ist mit der zunehmen­den Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens von wachstumssteigernden Allelen zu erklären. Im Ge­genteil bleibt die übertriebene Zunahme des Körpergewichtes bei weitgehend heterozygoten Tieren, wie z.B. bei unseren Kreuzungstieren aus der Turaer und Hódmezővásárhelyer Population, aus. Es könnte also möglich sein, dass die bisher als Widerspruch betrachtete Beobachtung von ZIMMER­MANN (1955), wonach vermehrungsfähige, neue Populationen der Feldmaus auf kleinwüchsige "Grün der-Tlere" zurückgehen, mit dem oben dargelegten geklärt werden kann. LITERATUR ANDERSON, P.K. (1980): Evolutionary implications of Microtus behavioral systems on the ecologi­cal state. - The Biologist, 62:70-88. CSÁNYl, V. (1982): Neurochemische Genetik. - Biológia (Budapest), 30: 121-144 (ungarisch). GREEN, CM. (1968): Mutant genes and linkages. - In: Green, E. L. (ed.): Biology of the labora­tory mouse. 2nd edition. - McGraw-Hill, New York-Toronto-Sydney-London: 87-150. PALOTÁS, G. (1967): Vergleichende mikrosystematische Untersuchungen an der Feldmaus (Microtus arvalis Pall.). Schädel aus Eulengewöllen. - Debreceni Agrártudományi Főiskola Tudományos Közleményei, L3: 139-156 (ungarisch mit deutscher und englischer Zusammenfassung). PELIKÁN, J. (1959): Fortpflanzung und Populationsdynamik der Vermehrung der Feldmaus. - In: Kratochvll, J. (ed.): Hrabos polnl, Microtus arvalis. - Nakladelstvi Ceskoslovenskó Akadmie Ved, Praha: 130-179 (tschechisch). PETRAS, M.L. (1967 a): Studies of natural populations of Mus. I. Biochemical polymorphisms and their bearing on breeding structure. - Evolution (Lancaster, Pa.), 21: 259-274. PETRAS, M.L. (1967 b): Studies of natural populations of Mus. IV. Skeletal variations. - Can.J. Genet.Cytol., 9: 575-588. STEIN, G.H.W. (1958): Die Feldmaus. - Die Neue Brehm Bücherei, Heft 225. - Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt: 76 pp. STOHL, G. (1974): Über die morphologischen Unterschiede einiger ungarischer Microtus arvalis­Bestande. - Vertebr. hung., 15: 53-66. STOHL, G. (1978): Inzuchtversuche mit ungarischen Feldmäusen (Microtus arvalis [Pallas]). - Ver tebr. hung., 18: 55-65. STOHL, G. & CSONTOS, G. (1972): Über die kausalen Zusammenhänge zwischen Fortpflanzungssys­tem und Populationsgenetik der südosteuropäischen Hausmaus und der Feldmaus. - Állatt.Közl 59 : 127-135 (ungarisch mit deutscher Zusammenfassung). ZIMMERMANN, Kl. (1953): Die Simplex-Zahhform der Feldmaus, Microtus arvalis (Pallas). - Ver Dtsch. Zool. Ges., 1952 : 494-498. ZIMMERMANN, Kl. (1955): Körpergrösse und Bestandsdichte bei der Feldmaus (Microtus arvalis).­Z. Säugetierk., 20: 114-118. Anschrift des Verfassers: Dr. G. STOHL Zoologische Abteilung Ungarisches Naturwissenschaftliches Museum H-1088 Budapest Baross u. 13. Ungarn

Next

/
Thumbnails
Contents