O. Gy. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 22. (Budapest, 1984)
Stohl, G.: Über einige Besonderheiten "künstlicher" Feldmaus-Populationen (Microtus arvalis Pallas) Mammalia, Rodentia) 51-64. o.
Tabelle 4. Augengewichte In verschiedenen Feldmaus-Familien X ExtremStandardStandardfehler Variationsn in mg werte Abweichung des Mittelwertes Koeff. s s x CV % 1 .Wildpopulation Tura 5 53,62 49,9 - 56,9 3,162 1, 414 5, 89 2. Nachkommenschaft wildeingef. P Fam. 82. 7 49,44 43,8-53,0 3, 719 1, 405 7, 52 Fam. 85. 15 45,18 39,1-51, 3 2,927 0, 755 6, 48 Fam. 71. 17 43,44 34,1-52,2 5,601 1, 358 12, 89 Fam. 72. 6 51,60 45,4-60, 2 5,639 2, 302 10,92 Fam. 702.6 47,11 32,2-56,8 9, 143 3, 732 19,40 952. 3. Nachkommenaus der Kreuzung 90. 25 41,92 31,6-46,1 4, 509 0, 901 4.1nzuchttire a) 1. VollgeschwisterPaarung 712. x 714. 17 40, 84 29, 5-45,4 4, 054 0, 982 7120. x 7111. 9 38,01 32, 7-42,1 3, 278 1, 092 8, 62 7127. x 718. 8 43,68 38,2-47,8 3,401 1, 202 7212. x 7213. 8 38,21 31,1-44.-7 4, 690 1,658 12, 27 723. x 7210. 8 46,68 40, 5-49, 2 2, 976 1,052 6, 37 b) 2.VollgeschwisterPaarung 7137. x 7131. 7 37, 34 33,8-41,3 2,676 1, 011 7, 15 7168. x 7176. 10 35, 35 31,9-39,5 2, 210 0,698 6, 25 7145. x 7143. 7 40,05 36,0-44,7 3, 162 1,428 7, 89 7134. x 7141. 10 39, 57 34,1-42, 7 3, 231 1,021 8, 16 c) Vater-Tochter Rückkreuzung 71. x 719. 12 40,97 36,0-47,0 4,472 1, 178 10, 91 Bei den Tieren aus dem Reservatorgebiet Tura variierte das Gewicht der Augen zwischen ziemlich engen Grenzen (Tabelle 4). Bei gezüchteten Tieren scheint das Augengewicht ein wenig abzunehmen, ein Rückgang des Gewichtes erwies sich bei den Inzuchttleren noch auffallender. Unter den Nachkommen von zwei wild eingefangenen Turaer Elterntieren (Vater- und Muttertier 71) ist schon in erster Generation beim Tier 7115.C? eine asymmetrische Mikrophthalmie aufgetreten (Tabelle 5). In weiteren Generationen derselben Linie, also bei Nachkommen, die aus 1. und 2. Vollgeschwister-Paarungen stammten, sind mehrere Male Tiere mit verkleinerten Augen beobachtet worden. Erwähnenswert ist, dass die Mikrophthalmie sich sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch manifestierte. In einem (oder beiden?) der Elterntiere mussten also die genetischen Anlagen für eine Verkleinerung und Asymmetrie der Augen vorhanden gewesen zu sein. In den anderen Ausgangstieren aus derselben Wlldpopulation scheinen diese Anlagen nicht vorhanden gewesen zu sein, da unter ihren Nachkommen nie Tiere mit verkleinerten Augen beobachtet werden konnten. Das Vorhandensein eines Mikrophthalmie verursachenden Allels im Genotyp einiger Tiere gilt als Beweis für den gentischen Polymorphismus der Wildpopulationen der Reservatorgebtete (Tabelle 6).