O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 14. (Budapest, 1973)
Topál, Gy.: Zur Säugetier-Fauna der Mongolei. Ergebnisse der zoologischen Forschungen von Dr. Z. Kaszab in der Mongolei. Nr. 322 47-100. o.
Microtus mandarinus vinogradovi FETISOV, 1936 1 ô, Inv .Úr.63.551 »1 • » Skelett, Archangaj Ajmag: Changaj Gebirge, 8 km W von Somon Urdtamir, 1620 m, 19- VI. 1966. (538) - An der trockenen Bergsteppe und in einem Wasserrisse mit Ethylenglycol-Bodenfallen gesammelt . Masse: Tabelle XI-XII. Diese Wühlmausart scheint recht selten zu sein sowohl in der Mongolei als auch in den nördlich angrenzenden Gebieten der Sowjetunion. In der Sowjetunion konnte die Art bisher nur an 4 Fundorten südlich der Baikalsee gesammelt werden. Für die Mongolei wurde Microtus mandarinu s in drei Exemplaren aus drei verschiedenen Fundorten nachgewiesen (STUBBE und CHOTOLCHU, 1968). Der Fundort unseres Exemplars liegt mehr als 100 SSW entfernt von der Vorlandschaft der Dulan-chan-ul Bergen, also vom Fundort,wo das zweite mongolische Exemplar gesammelt wurde. Es muss erwähnt werden, dass die Schmelzfaltenausbildung der Molaren unseres Exemplars weitgehend mit der originellen Abbildung von MILNE-EDWARDS (1868-1874) übereinstimmt. Ein Unterschied macht sich nur darin bemerkbar, dass die Vorderschlinge des M^ an unserem Exemplar etwas deutlicher nach hinten herauswölbt, und im hinteren Abschnitt des M"^ - in der Mitte auf der Innenseite - ein kleiner dreieckförmiger Fortsatz sich abschnürt . Die feineren Einzelheiten der Schmelzfaltenstruktur treten auf der originellen Abbildung von MILNE-EDWARDS (PI. 13., Fig. 4.) nicht sehr deutlich hervor, es ist also wohl möglich, dass seine Abbildung nach einem Exemplar mit abgeschliffenen 3 Zähnen gefertigt wurde. Das kaudale Ende des M^ bei unserem Exemplar bildet eine nach innen geöffnete Schlinge. Viel ausgeprägter sind die Unterschiede, die in der Schmelzfaltenstruktur zwischen unserem Exemplar und dem von TOKUDA (1941) abgebildeten - aber zur Unterart kishid a gehörenden - Tier auftreten. Dieser Unterschied lässt sich vielleicht damit erklären,