O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 12. (Budapest, 1971)
Schmidt, E., Somogyi, P. ; Szentendrey, G.: Ein Versuch zur Feststellung der Populationsdichte einiger Kleinsäuger in offenen Kulturgebieten auf Grund von Schleireulengewöllen 79-92. o.
ner gegebenen Gebietseinheit mit Anwendung des an mehreren Stellen gesammelten Materiales die Dichte der Beutetiere festzustellen., Untersuchungsgebiet und angewandte Methode Wir suchten zwischen 1965-1969 systematisch nach Schleiereulenruheplätzen längs des Donau-Stromes zwischen Esztergom und Budapest /SOMOGYI/, sowie in den Tälern am südlichen Teile der Berge des Pilis / S ZENTENDRE Y/ . Die Kirchtürmer und Hausböden wurden von uns in den einzelnen Orten genau untersucht, und die an diesen Stellen gesammelte Gewölle haben das Material der Arbeit geliefert. Diese Forschung gab gleichzeitig Daten zur Verbreitung der Schleiereule im genannten Gebiet. /Abb,l/„ Die theoretische Begründung unserer Untersuchung war, dass die Schleiereule .immer an offenen Terrainen auf die Jagd geht, sie meidet den Wald praktisch vollkommen. Die Kleinsäugerfauna der Kulturlandschaft ist also aus der Beuteliste zu erwarten. Die Schleiereule ist nicht wählerisch, sie fängt nach ihrer Häufigkeit die sich anbietenden Kleinsäuger,, Die Beuteliste widerspiegelt danach die quantitative Zusammensetzung der Kleinsäugerfauna. Eine Ausnahme bilden natürlich die Arten, die zur Tageszeit aktiv sind, wie die Ziesel / Citellus citellus /L.//, zweitens jene Arten, die wegen ihrer Körpergrösse nur sporadisch als Beute dienen. Die Schleiereule überschreitet einen Kreis von 3 km Durchmesser von ihrer täglichen Ruhestelle praktisch kaum, und binnen dieses Kreises sucht sie wenigstens zum grössten Teil ihre Nahrung. Wir benützten zu unserer Untersuchung erstens das Material von jenen Stellen, von wo über 50 von Insektivoren und Nagetieren aus den Gewöllen hervorgekommen sind /Abb. 2/. Nur diese zwei Tiergruppen haben wir in Betracht gezogen, wir lassen die Fledermäuse / Chiroptera /, die Amphibien, sowie die Vögel ausser Acht. Die prozentualen Werte geben also einen Vergleich zwischen den relativen Mengen vor Insektivoren und Nagetieren.