O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 9/1-2. (Budapest, 1967)

Dely, O. Gy.: Einige Vertreter der ungarischen zoologie an der Wende des 19.-20. Jahrhunderts und die wissenschaftshistorische Bedeutung ihrer Tätigkeit I. Ludwig Méhely (1862-1952)A XIX.-XX. századforduló magyar zoológiájának néhány képviselője és munkásságuk tudománytörténeti jelentősége I. Méhely Lajos (1862-1952) 65-165. o.

Aus all diesen wurden ernste Lehren gezogen. Daraus wurde klar, dass die Gesetzmässigkeiten in der Entwicklung der wissenschaftlichen Gedanken, Ideen, Theorien und Insti­tutionen allein auf Grund der Untersuchung der Vergangenheit der einzelnen Disziplinen erkannt und auch die Richtung des Portschrittes in der Geschichte ihrer Entwicklungsvorgänge festgestellt werden kann. Nur auf diese Weise stellen sich die gesellschaftlich-historischen Zusammenhänge der gerade erwähnten Beziehungen und mit ihnen im Zusammenhang auch diejenigen Paktoren bzw. Kräfte heraus, die den Fortschritt hindern und in der Entwicklung der Wissenschaften einen Rückstand bedeuten. So wurde z.B. neuerdings die Tatsache bekannt, dass die Entwicklung der Naturwissenschaften, so auch die der Biologie von den gesellschaftlichen Ideologien unabhängiger sind, als es vordem angenommen wurde. Im Laufe dieser Forschungen haben - vor allem sowjeti­sche Forscher - auch die bereits erwähnten Untersuchungsme­thoden ausgearbeitet und jene Praxis ausgestaltet, nach der bei der Ausarbeitung der historischen Entwicklung der ein­zelnen Probleme auch der Auseinandersetzung der persönlichen Fragen ein Platz eingeräumt werden soll; das heisst man soll sich auch mit der Persönlichkeit und dem Charakter des Ent­deckers,des Gelehrten beschäftigen und zwar indem man ihn in jenes gesellschaftlich-wirtschaftliche, politische, familiä­re usw. Milieu stellt, welches den historischen Hintergrund seiner Tätigkeit bildet. Wir müssen von der Auffassung aus­gehen, dass niemand, selbst der Gelehrte, sich nicht von-sei­nem Milieu isolieren kann,er lebt und schafft auch nicht vom Raum und von der Zeit getrennt. Das heisst, dass die Auswer­tung der Arbeit der in der Vergangenheit tätig gewesenen Forscher vom Gesichtspunkt der einschlägigen Ergebnisse spä­terer Zeiten nicht durchführbar ist. Als grundlegendes Kri­terium dieser Bewertung kann nur der Umstand betrachtet wer­den, wiefern die Ansichten, Lehren und die ganze Tätigkeit des betreffenden Forschers die Wissenschaft befördert haben,

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