O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 7/1-2. (Budapest, 1965)

Kretzoi, M.: Pannonicola brevidens n.g.n.sp., ein echter Arvicolide aus dem ungarischen Unterpliozän 131-140. o.

Chronologisches Auftreten und geographische Ausbreitung dieser Formen trugen neben morphologischen Evidenzen zur mehr weniger allgemeinen Annahme einer Abstammung der Arvi­coliden von miopliozänen-altpliozänen nordamerikanischen Hesperomyinen bei«. Ein Zufallsfund aus dem ungarischen Altpliozän zwingt uns aber zum Aufgeben dieser bis jetzt als sehr wahrschein­lich angesehenen Auffassung und zur Annahme einer altweltli­chen Abstammung der Arvidollden direkt von miozänen Criceto­dontinen. Der Fund, auf den diese Annahme gestützt wird, be­steht aus zwei unteren Molaren eines kleinen, extrem brachy­odonten Arvicoliden mit unverkennbar „arvicoliden" - und nicht „microtoiden' 1 - Merkmalen des Molaren-Bauplanes, aus 745,1-746,40 m Tiefe einer Tiefbohrung bei Jászladány /80 km östlich Budapest/, aus oberpannonischen Ablagerungen« Be­schreibung des höchst interessanten Fundes und anschliessen­de Bemerkungen über Herkunft der Arvicoliden bilden Gegen­stand dieses kurzen Aufsatzes. Pannonicola brevlden s n.g.n.sp. Genoholotypus : P. br evidens n.sp. Eidoholotypus s MÍFI-PV: 1. Mg sin. in der Sammlung der Ungarischen GEOLOGISCHEN ANSTALT , Budapest. /Abb. 1-3./ Paratypoid /falls nicht mit dem Holotypus-Exemplar zu gleichem Individuum gehörig/: MÁFI-PV: 1. M^ sin., ebendort. /Abb. 4./ Typuslokalität: Jászladány /Kom. Jász-Nagykun-Szolnok/, Tiefbohrung im Aussenbezirk der Stadt. Die Funde stammen aus einer Tiefe von 745,1-746,4 m Tiefe U.Oe Geologisches Alter:Oberes Pannon /Oberes Unterpliozän/, wohl Congeria triangularis-Schichten; vereinzelt mit Limnocardien-Trümmern

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