O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 2/1-2. (Budapest, 1960)
Keve, A.: Blutspecht (Dendrocopus syriacus Hempr. et Ehrenb.) in Ungarn 243-260. o.
Blut- und Buntspechten /HOMOKI-NAGY, 1943/* Bei den Spechten ist diese Frage schwieriger zu beurteilen, denn sie haben alle eine zänkerische Natur, und meistens iat es kaum zu entscheiden ob sich der Kampf tatsächlich zwischen Buntund Blutspechten abspielt? Solche Verfolgungskämpfe sind oft zu sehen, aber wegen der allsuachnellen Bewegungen iat eine genaue Beobachtung fasst unmöglich. SZLIVKA /1957/ teilt Uber manche Kampfe Daten mit, aber meistens zwischen Blutspechten und Staren. Solche Beobachtungen machte aueh KÖVES bei Tornyoenámeti /in litt., 1960/. Vie es auch sein mag, stehen abstammungsgemäss die Blut- und Buntspechten sehr nahe zu einander, so dass auch die Möglichkeit einer Bastardierung gegeben ist. TRISTRAM sammelte um 1860 einen Bastard in der Umgebung von Constantinopel 4/BLWAS & BUCKLEY, 1870/; die Expedition von DOFLEIN und MULLSR-MAINZ brachte vom 25.V. 1918 aus Veles 1. Mazedonien ein Bastard-Weibchen /STRESEMANN,1920/ ; H.SCHENK schoss ein Bastard-Männchen am 30.III. 1932 bei Őverbász /PATEFF, 1939/; J.SZIJJ beobachtete bei Tahi im Frühjahr 1948 an einer Bruthöhle fütternde Eltern beider Art; BAUER und LUGITSCH beobachteten im JUnl-Juli 1951 bei Neusiedel ein Weibchen, welches die Kennzeichen teilweise von majo r, teilweise von syriacu s trug /LUGITSCH, 1952; BAUER, 1953/. Ein ähnliches Weibchen beschrieb eingehend KRONEISL-RUCNER /1957/ vom 18.X. 1953 aus Rim bei Zagreb. BALÁT und FOLK /1958/ bekamen ein solches Weibchen vom 22.III. 1954 aus Várkony. Schliesslich erhielt KRONEISL-RUCNER /1957/ ein Bastard-Weibchen aus Bogdanovec bei Cakovec vom 27.V. 1956. Aus diesen Angaben hat BAUER /1958/ die Folgerung gezogen, dass solche Bastarden nur auf den eben erreichten Grenzengebieten vorkommen. Seine Meinung scheint aber etwas gewagt zu sein, denn vom ökologischen Standpunkte aus betrachtet, gibt es ja an vielen Stellen „Grenzgebiete", wo sich der Blutspecht im Obstgärten in der Nähe des Waldrandes niederiässt, oder in einem Park /z.B. Keszthely/, wo beide Arten